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Kaiserlautern: Kinder trauern anders Als Lars zwei Papas verlor

Damit der Junge über seine Trauer offen reden kann, möchte er Lars genannt werden. Lars ist neun Jahre alt und hat viel mitgemacht. Eines Tages starb plötzlich und ganz unerwartet sein Stiefvater. Die Familie hielt zusammen und versuchte, das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten. Doch ein Jahr später verlor Lars dann auch noch seinen leiblichen Vater. Bei einem Erste-Hilfe-Kurs kamen dann alle Erinnerungen wieder hoch, und seine Mutter ist selbst oft traurig. Nun kommt er zur Trauerbegleitung des DRK, wo er aufgefangen wird.

Zwei Kinder knien vor einem Grab

Kinder dürfen mit dem Gefühl der Trauer nicht alleingelassen werden

Lars und seine Schwester leben bei ihrer Mutter. Zu ihrem Stiefvater hatten sie ein gutes Verhältnis und die kleine Welt der Familie war immer in Ordnung. Durch die beiden Verluste geliebter Menschen innerhalb kurzer Zeit fiel nicht nur Lars, sondern die ganze Familie in tiefe Trauer. Auch wenn die Familie zusammenhielt und versuchte, das Erlebte so gut wie möglich gemeinsam zu verarbeiten und in den Alltag zurückzufinden, war dies eine enorme Belastung für alle.
Im Rahmen eines Erste-Hilfe-Kurses des DRK brach dann irgendwann plötzlich alles aus Lars heraus, und er erzählte, dass er nun schon seinen "zweiten Papa" verloren hatte.

Kinder trauern anders

Um Kinder wie Lars in Trauersituationen altersgerecht und gut helfen zu können, schuff das DRK Kaiserslautern ein neues Angebot speziell für trauernde Kinder und schloss damit eine Lücke in der Region. Angebote für Erwachsene gab es, nicht aber speziell für Kinder. Der Verlust der Eltern ist dabei am schwierigsten zu verkraften, aber auch der Verlust eines Geschwisterkindes oder der Großeltern wiegt sehr schwer.

Gezielte Hilfe für trauernde Kinder

Die Trauerbegleitung für Kinder ist speziell auf Kinder und die verschiedenen Trauerphasen abgestimmt. Die Arbeit leisten zertifizierte Trauerbegleiter. Die Angebote bieten den Kindern die Möglichkeit, ihre Trauer auf unterschiedliche Art auszudrücken. Familienangehörige und Betreuungspersonen werden mit einbezogen. Dadurch kann die Trauer nachhaltig in der Familie verarbeitet werden.
Herzenssache half, dieses neue Angebot in der Region Kaiserslautern aufzubauen.