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Heilbronn: Zukunftswerkstatt Patenschaft macht Schule

Herzenssache-Projekt Heilbronn: Zukunftswerkstatt

Elisabeth (16) und ihr Pate Tibor Prager

Elisabeth wollte unbedingt Zahnarzthelferin werden. Über 50 Bewerbungen hat die 16-jährige Hauptschülerin geschrieben. Viele Absagen hat sie bekommen. Ihr ehrenamtlicher Lernpate hat ihr geholfen, dran zu bleiben. Tibor Prager, ehemaliger Leiter der Grund- und Werkrealschule, gab ihr gute Tipps für die Bewerbung und hat sie zu vielen Vorstellungsgesprächen und Aufnahmeprüfungen begleitet.

Vertrag in der Tasche

Am Ende hat sich das Durchhalten gelohnt. Elisabeth zieht nach Frankfurt, einen Ausbildungsvertrag hat sie in der Tasche. Ihre Eltern sind froh und dankbar, dass Tibor Prager ihre Tochter unterstützt hat: "Viele Fragen, die sie in dieser Zeit gestellt hat, konnten wir als Eltern gar nicht beantworten".

Herzenssache gibt Starthilfe für Schulabgänger

Frau mit Kopftuch und zwei Kinder vor einer Schultafel

"Zukunftswerkstatt" Heilbronn:

Für Haupt- und Werkrealschüler ist es häufig schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Eine Ursache liegt darin, dass die Familien wenig Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Beruf geben können - vor allem, wenn die Eltern Hartz-IV-Empfänger oder Migranten sind. Schlimmstenfalls beginnt hier für die Jugendlichen der Teufelskreis von Bildungs- und wirtschaftlicher Armut, den die "Zukunftswerkstatt" durchbrechen will.

Die Berufsförderung beginnt in der fünften Klasse, es folgen im Laufe der Schulzeit Betriebsführungen und Praktika, damit die Schüler ihre Fähigkeiten und Neigungen besser einzuschätzen lernen. Ehrenamtliche Paten begleiten und unterstützen die Schüler, Eltern werden einbezogen, bestehende Kontakte zur Wirtschaft genutzt. Das Projekt wird von der IHK unterstützt und konnte mit Hilfe von Herzenssache auf weitere Standorte ausgeweitet werden.