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Geislautern: Musikalische Förderung für Fortgeschrittene Sahila möchte weiter mitspielen

Als Sahilas Eltern mit Beginn des zweiten Schuljahres für das Benutzen der Violine Miete zahlen sollten, wollte ihre Mutter sie vom Streicherprojekt abmelden. Doch Sahila ist sehr begabt, und so konnte der Leiter Bernhard Hayo die Mutter davon überzeugen, dass Sahila auf jeden Fall weiterspielen sollte. Die Miete für ihre Geige trägt seitdem der Förderverein.

Mädchen mit Geige

Sahila hat großes Talent, aber Geie und Unterricht sind teuer

Nach den Sommerferien kommt Sahila in die 4. Klasse und sie hat großes Talent, so dass sie im Kammerorchester mitspielen könnte. Doch dies geht nur durch zusätzlichen Einzelunterricht. Zudem braucht sie ein größeres und besseres Instrument. Der Unterricht kostet rund 80 Euro pro Monat, die größere Violine rund 1.000 Euro. Schon jetzt ist klar, dass ihre Eltern diesen Betrag nicht werden aufbringen können.

Streicherunterricht für eine ganze Grundschulklasse

Unter dem provozierenden Titel "Mit Geigen gegen Pisa" wurde in der Schlossparkschule Geislautern im Schuljahr 2004/2005 ein innovatives Projekt umgesetzt: eine komplette Grundschulklasse erlernte ein Streichinstrument. Zehn Jahre danach läuft das Projekt immer noch, 100 Kinder in den Klasse eins bis vier sind hier beteiligt. Die größte Herausforderung besteht darin, die Kosten für den Musikunterricht aufzubringen, der überwiegend durch Spendengelder finanziert wird.

Ein Instrument lernen – das ist hier Luxus

Ab der 2. Klasse werden die Eltern an den Kosten beteiligt, doch die Grundschule liegt in einem Gebiet, in dem viele Geringverdiener oder Alleinerziehende leben, oft mit Migrationshintergrund. Ein Musikinstrument lernen – das ist hier Luxus. Die Eltern können sich weder den Unterricht noch die Instrumentenmiete leisten. Dann springt – wie bei Sahila – der Förderverein ein.

Einzelunterricht erforderlich

Einmal in der Woche kommen die fortgeschrittenen Schüler zu einer Orchesterprobe im "Jungen Kammerorchester Warndt" zusammen. Für 2015 war die Uraufführung eines Werkes von Graham Lack geplant, das eigens für das Orchester komponiert wurde. Doch um hier mitspielen zu können, brauchten die Viertklässler ergänzenden Einzelunterricht. Einige der Kinder brauchten auch größere und bessere Instrumente: Vier Violinen, zwei Celli und ein Kontrabass mussten neu angeschafft werden. Herzenssache unterstützte die jungen Musiker und bezuschusste den Förderverein bei Honoraren für den Einzelunterricht und beim Kauf von Instrumenten.