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Kusterdingen: Ein Garten zum Durchatmen Sinnesgarten für dauerbeatmete Kinder

Betreuer spielen mit Kindern

Samir (links)

Samir entdeckt seine Sinne

Samir (Name geändert) wird dauerbeatmet. Das heißt, der Junge hängt 24 Stunden am Tag an einer Sauerstoffflasche. Seine Pflege ist so aufwändig, dass er zu Hause nicht betreut werden kann. Die ersten Lebensjahre verbrachte Samir daher in einer Reha-Einrichtung, die eigentlich nur auf Erwachsene spezialisiert ist. Die medizinische Versorgung war gut, aber Samir hatte praktisch keinen Kontakt zu anderen Kindern. Aufwachsen wie in einer Familie, dieser Wunsch ging für Samir erst in Erfüllung, als er in die Arche Regenbogen nach Kusterdingen kam.

Das war 2010. Anfangs war der kleine Patient vor allem mit anderen Kindern noch überfordert. Er wandte sich oft ab und kniff die Augen zusammen. Alltägliche Geräusche machten ihm Angst. In den letzten beiden Jahren hat sich Samir gut entwickelt, aus ihm ist ein aufgeweckter Fünfjähriger geworden, der gerne mit den anderen Kindern zusammen ist. In einem behindertengerechten Sinnesgarten könnte auch er mit seinem Rollstuhl mal auf Entdeckungstour gehen. Er freut sich schon auf den Garten, denn er möchte die Natur draußen kennenlernen – wie gesunde Kinder auch!

Kinder liegen in einer Schaukel

In der Arche-Regenbogen finden Kinder ein Zuhause.

Sinnesgarten für dauerbeatmete Kinder und Jugendliche

Die Arche-Regenbogen ist eine Einrichtung, die dauerbeatmeten Säuglingen, Kindern und Jugendlichen vorübergehend oder dauerhaft ein Zuhause bietet. Die jungen Patienten wachsen dort wie in einer Familie auf, bei intensivmedizinischer Versorgung. Zur Arche-Regenbogen gehören mittlerweile drei Einrichtungen: die Arche-Mini, Arche-Junior in Kusterdingen bei Tübingen und ein Arche-Ferienhaus am Bodensee. Nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation werden Kinder und Teenager im Alter von 4 bis 18 Jahren je nach Altersklasse in der Arche-Mini oder Arche-Junior fit für zu Hause gemacht.

Ein wichtiges Zusatzangebot in der Therapie

Neben intensiven Therapien lernen die Kinder sich im hauseigenen Snoezelen-Raum oder in der Musikklang-Wanne zu entspannen. Ein Sinnesgarten wäre ein wichtiges Zusatzangebot, das in die Physio- und Ergotherapien eingebaut werden könnte. So hätten auch Kinder im Rollstuhl die Möglichkeit, an Blumenhochbeeten zu schnuppern, Gemüse zu ernten, an duftenden Bäumen zu riechen, Klanggeräuschen zu lauschen oder Wasserspiele zu beobachten. Fühltische ermöglichen ein intensives Tasterleben und ein "Quaderhaus" verspricht ein ganz besonderes Farberlebnis für die dauerbeatmeten Kinder. Herzenssache unterstützt die Arche-Regenbogen bei dieser sinnvollen Erweiterung des Angebots.