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Baiersbronn: Ein Ort zum Durchatmen Ein ganz normales Leben für Kathi und ihre Familie

Die kleine Katherine ist 7 Jahre alt und besucht die Schule. Das ist nicht selbstverständlich, denn lange Zeit stand ihr Leben täglich auf der Kippe. Sie kam mit Trisomie 21 auf die Welt und muss rund um die Uhr betreut und überwacht werden.

Kind wird künstlich beatmet

Kathi (7) muss künstlich beatmet werden

Wenn Kathi schläft, muss sie künstlich beatmet werden, da es vorkommen kann, dass wegen ihrer Hirnschädigung die Atmung aussetzt und sie quasi einfach "vergisst" zu atmen. Zu Hause kümmert sich die gesamte Familie um das kleine Mädchen. Das Wohnzimmer in dem kleinen Haus wurde zu einem Intensivpflegezimmer für Kathi umgebaut. Gerade noch zehn Quadratmeter bleiben der Familie nun als gemeinsamer Wohnraum.

Kathis Leben ist immer in Gefahr

Da Kathi 24 Stunden am Tag betreut werden muss und der ambulante Kinderkrankenpflegedienst nur 16 Stunden davon übernimmt, ist ihre Mutter unter dauernder Anspannung, denn jederzeit können lebensbedrohliche Situationen auftreten. Zudem muss Kathi regelmäßig zu Therapien und Untersuchungen in zum Teil weit entfernte Spezialkliniken gefahren werden. Und dann gibt es auch noch Ausnahmesituationen, wie z.B. an Weihnachten 2012: Da hatten die Krankenkassen kurzfristig die Kosten für die Pflege gestrichen und die Eltern mussten über eine komplette Woche lang 24 Stunden den Pflegedienst alleine übernehmen …

Urlaub vom anstrengenden Alltag

Damit Familien wie die von Kathi unbürokratische Entlastung erhalten können, haben sich betroffene Eltern und Fachkräfte in einem Verein zusammengeschlossen. Damit die Kinder gut versorgt sind, während die Eltern auch einmal neue Kraft tanken können, sollte das Kinderhaus Luftikus mit Langzeitpflegeplätzen für die beatmeten Kinder entstehen. So wurde das Haus ein Ort sein, an dem die betroffenen Familien und die sonst oft vernachlässigten Geschwisterkinder gemeinsam einmal Urlaub vom anstrengenden Alltag machen und durchatmen können.

Den dauernden psychischen Stress reduzieren

Ein fachliches Schulungsangebot in Zusammenarbeit mit Kinderärzten vermittelt den Eltern Sicherheit im Umgang mit ihrem Kind und der Medizintechnik. Ziel ist es, den dauerhaften psychischen Stress zu reduzieren. In finanziellen Notlagen will der Verein einen Urlaub durch Spenden ermöglichen. Das Kinderhaus Luftikus versteht sich als eine Einrichtung, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der beatmeten und intensivpflichtigen Kinder und Jugendlichen und deren Familien eingeht.
Herzenssache hat einen Teil der Kosten für den Innenausbau dieser neuen Kinder-Facheinrichtung übernommen.