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„Ich war obdachlos. Ich habe 15 Jahre in Frankfurt am Main, erst im Stadtzentrum auf der Straße gelebt und dann war ich die letzten Jahre am Frankfurter Flughafen.“

Der ehemalige Obdachlose Alexander war alkoholabhängig und ganz unten, jetzt macht er im Westerwald eine spezielle naturgestützte Suchttherapie. Er lebte jahrelang am Frankfurter Flughafen, hat Geld geschnorrt und Flaschen gesammelt. Durch Corona war das Leben am Flughafen nicht mehr möglich und für Alexander der Zeitpunkt zum Absprung gekommen.

Im Fachkrankenhaus Vielbach macht er eine Suchttherapie. Diese spezielle Form der Therapie bietet ihm die Möglichkeit, viel in der Natur und mit Tieren unterwegs zu sein. Der Umgang mit den Tieren tut ihm gut. Täglich bringt er die Haflinger-Pferde Nelly und Bubi auf die Weide und gibt ihnen ein paar Äpfel. Dadurch lernt Alexander Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu vertrauen.

Der Körperkontakt mit den Tieren entspannt Alexander und die anderen Patienten und gibt ihnen Sicherheit. „Ich habe selbst auf dem Bauernhof gearbeitet und auch mit Pferden beim Hufschmied und mir macht sowas großen Spaß.“ Neben den Pferden gibt es in der Einrichtung auch Esel, Ziegen, Kaninchen und Hunde. Dadurch, dass es eine naturgestützte Therapie ist, verbringt Alexander viel Zeit im Garten oder im Gewächshaus. Am liebsten ist er aber bei den Pferden.

„Das macht mich zufrieden und glücklich.“

Nach seiner Station in Vielbach macht Alexander eine Adaption. Das heißt, er baut sich sein Leben neu auf, sucht sich ein neues Umfeld, eine Arbeitsstelle und versucht, durch neue soziale Beziehungen drogenfrei zu bleiben. Eine Aufgabe, die ihn noch viel Kraft kosten wird.

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