Keine Angst vor dem Tod: Helena ist Hospizhelferin im Westerwald

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AUTOR/IN
Monja Eigenschenk
ONLINEFASSUNG
Stefanie Zohm

Die 16-jährige Helena Mahn aus dem Westerwald hat keine Angst vor dem Tod. Seit einem Jahr hilft sie ehrenamtlich im Hospiz St. Thomas in Dernbach. „Wenn ich weiß, dass es etwas gibt, wie ein Hospiz, bin ich persönlich dankbar, weil ich weiß, keiner muss unter Schmerzen gehen. Wir müssen alle irgendwie gehen, aber wir können alle schön gehen“. Nach dem Abitur möchte Helena Medizin studieren.

Einfach nicht alleine sein müssen

Acht Gäste beherbergt das Hospiz im Westerwald. Alle sind unheilbar krank. Sie sind gekommen, um hier zu sterben. Helena besucht sie einmal pro Woche, hört zu und schafft Nähe. „Wenn Gäste nicht mehr sprechen können oder nur sehr schwer, dann ist es häufig so, dass ich Hände halte, einfach nur am Bett sitze, für sie da bin. Einfach dass eine andere Person im Raum ist.“

Gemeinsames Abschiednehmen

Im Raum der Stille steht eine Schale mit Steinen. Für jeden Gast, der stirbt, kommt ein kleiner Gedenkstein hinzu. Letzte Woche waren es fünf. Oft bemalen die Gäste sie selbst. Manchmal hilft Helena Mahn dabei. Hier im Hospiz hat die 16-Jährige zum ersten Mal einen Toten gesehen. Zum Abschiednehmen geht sie gerne allein in den Raum der Stille und betrachtet die Steine.

Lebe dein Leben

Für Helena Mahn gehört der Tod zum Leben dazu. „So viele Ratschläge wie ich hier schon erhalten habe, was ich im Leben noch alles machen soll, habe ich sonst noch nie gehört. So grundsätzlich Sachen, die sie mir noch mit auf den Weg geben wollten. Dass ich mein Leben lebe. Das wird mir eigentlich hier vermittelt.“

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