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Rieke Spang (Foto: SWR)
Michèle Kraft (Foto: SWR)

„Der Westerwald wird mich nicht los. In meiner Schule ist es so, dass alle direkt nach dem Abitur raus wollen, bloß weg in die große Stadt. Ich würde zwar auch gerne zum Studieren in eine größere Stadt gehen, aber ich komme auch wieder hierhin zurück.“ Für Neele Müller (17) ist der Westerwald eine ganz besondere Ecke in Rheinland-Pfalz. Nicht nur, weil sie dort aufgewachsen ist.

„Es ist einfach Heimat. Es ist die Natur, es sind die Wälder. Man kann einfach raus gehen, im Grünen sein. Und dass sich hier jeder kennt und versteht. Seine Eigenarten haben kann. Stur sein. Es ist schön und hier ist man einfach zu Hause.“

Neeles Traum ist es, Theologie zu studieren und später im Bereich Öffentlichkeitsarbeit zu arbeiten. Ehrenamtlich ist sie schon sehr viel unterwegs, unterstützt ihre Kirchengemeinde, indem sie Unterricht für Messdiener gibt und Gottesdienste plant.

Überlebenskampf: Sturz aus 50 Metern überlebt

Eine Bergwanderung in Neuseeland wird für Johannes aus Stuttgart fast zum Todesurteil. Er stürzte 50 Meter in eine Schlucht und musste sich daraufhin über 20 Stunden schwerverletzt durch die Wildnis kämpfen. Er überlebt, leidet aber noch heute unter den Folgen seiner Verletzungen.
„Direkt nach dem Aufprall auf dem Felsboden habe ich gesehen, wie mein Handy leuchtend neben mir in einem Busch gelandet ist. Im Gegensatz zu mir, hat es keinen Kratzer abbekommen. Aber es hatte leider keinen Empfang.“ (Johannes, 36, aus Stuttgart)
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Eigentlich sollte es nur ein kurzer Ausflug werden. Nur mit einem Wasserbeutel, Sonnencreme, einem Handy und in kurzer Hose mit T-Shirt bekleidet, geht Johannes auf Bergwanderung. Doch als er auf dem Rückweg im Nebel plötzlich ins Leere tritt und rund 50 Meter in die Tiefe stürzt, ist für ihn klar: Das überlebe ich nicht.
Fall ins Bodenlose
„Es hat sich einfach viel zu lange angefühlt. Denn ich kenne das Gefühl des freien Falls – ich bin schon Bungee und Fallschirm gesprungen. Zum Glück haben wohl ein paar Äste meinen Fall gebremst. Noch Monate nach dem Unfall habe ich beim Zähneputzen Baumreste aus meinem Zahnfleisch gezogen.“ Wie durch ein Wunder überlebt Johannes den Sturz. Doch sein rechtes Sprunggelenk bekommt die komplette Wucht des Aufpralls ab.
Letzte Hoffnung: künstliches Sprunggelenk
Im Krankenhaus in Neuseeland wird er zwar gut versorgt, doch der Schaden am Knochen ist nicht wiederherstellbar. Johannes hat bis heute ununterbrochen Schmerzen. Ein künstliches Sprunggelenk aus der Schweiz ist seine letzte Hoffnung wieder in ein normales Leben zurückzukehren. Um die kostspielige Operation zu ermöglichen, hat seine Schwester ein Spendenkonto auf einer Crowdfunding-Seite eingerichtet. „Bereits am 20. Januar wird meine langersehnte Operation stattfinden. Um die OP nicht aufs Spiel zu setzen, bin ich bereits seit einigen Tagen vorsorglich in Quarantäne.“  mehr...

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