Jacqueline liebt den Nervenkitzel und gewinnt Silber bei den Olympischen Spielen

Jacqueline liebt den Nervenkitzel und gewinnt Silber bei den Olympischen Spielen

Menschen (Foto: SWR)
Jaqueline hat Silber bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gewonnen
Für den Erfolg trainiert sie seit sie 12 Jahre alt ist

"Man sollte immer Respekt haben. Angst nicht, dann wird es schlecht. Aber Respekt und volle Konzentration."

Jacqueline Lölling sollte es wissen. Seit sie zwölf Jahre alt ist, fährt die Rheinland-Pfälzerin Skeleton. Eine Wintersportart, bei der man auf einem Schlitten einen Eiskanal hinunter rast. "Bis man wirklich das optimale Fahrgefühl entwickelt hat, braucht es bestimmt vier Jahre. Dann kann man alle Bahnen runterfahren." 

Dass sie ihren Schlitten perfekt beherrscht, hat sie bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang bewiesen. Dort holte sie im Einzel die Silbermedaille.

"Das ist ein Gefühl, das man sich gar nicht vorstellen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Weil da einfach so viel dahinter steckt, so viel Arbeit und sehr viel Druck durch die Erfolge aus der Saison davor."

In Pyeonchang hat sie viele neue Eindrücke gesammelt und ihren Sieg gefeiert. Aber sie ist auch froh, wieder in die Heimat zu kommen. "Ich bin natürlich viel unterwegs, umso mehr weiß ich die Zeit Zuhause zu schätzen. Für mich ist Heimat mein Zuhause Brachbach, bei meiner Familie und meinen Freunden."

Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf und so steht nach einer kurzen Pause für Jacqueline wieder das normale Training an. Genauso wie ihr Job bei der Bundespolizei. Ihr Ziel behält sie aber weiter im Auge. "Ich bin noch relativ jung und möchte in vier Jahren nochmal dabei sein. Und es fehlen mir ja noch zwei anderen Farben."