Die Brückenprüfer – Wenn es unter der Fahrbahn bröckelt

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„Wir geben die Schäden in ein Programm ein und das Programm spuckt eine Note aus: 1 ist gut und 4 wäre Sperrung der Brücke.“ Christian und Frank gehören zu einem der sieben Brückenprüf-Trupps in Rheinland-Pfalz. Sie kontrollieren, ob die Brücken im Land sicher sind.

Auf Hauptverkehrsachsen wie die Wiedtalbrücke an der A3 im Westerwald haben sie ein besonders wachsames Auge: Ausgelegt ist sie für 30.000 Fahrzeuge ausgelegt - inzwischen überqueren sie täglich 90.000. Außerdem ist sie an vielen Abschnitten fast 80 Jahre alt und bereits ziemlich marode.

Das Todesurteil für die Brücke

Abgeplatzter Beton, freiliegender Stahl – im Laufe der Jahre tun Regen, Frost und Rost ihr übriges. Auch wenn ein abschließendes Urteil erst nach 20 Prüftagen feststeht, ist Frank sicher: "Die Schäden alle zu beheben macht keinen Sinn, auch mit Blick auf das Verkehrsaufkommen. Ein Neubau ist in Planung."

Alle drei Jahre werden Brücken in Deutschland geprüft, inzwischen ist jede achte sanierungsbedürftig. Ein Thema, das vielen Sorgen macht. Umso wichtiger ist der Job der beiden. Und Frank versichert:

"Wenn wir Schäden feststellen, die so gravierend sind, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, dann fahren wir im Prinzip nicht vom Bauwerk weg, bevor diese Maßnahmen nicht eingeleitet sind. Wir sind uns unserer Verantwortung schon bewusst, und nicht erst seit Genua."

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