Endlich Auszeit in der Familienherberge Lebensweg

Dauer

Anett aus Lorch hat einen schwerbehinderten Sohn. In der Familienherberge Lebensweg kann sie mit ihrer Familie etwas tun, was im Alltag fast unmöglich ist: gemeinsam eine kleine Auszeit nehmen.

Manchmal fühlen sich Anett und ihre Familie im Stich gelassen: Anetts 16-jähriger Sohn Robin hat eine schwere Mehrfachbehinderung. Dinge, die für andere alltäglich sind, stellen die Familie immer wieder vor neue Herausforderungen. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass Robin inzwischen nicht mehr auf einer öffentlichen Toilette einfach auf eine Wickelunterlage für Säuglinge gelegt werden kann, um ihn frisch zu machen.

„Offenheit gegenüber Behinderten und Barrierefreiheit sind in der Politik und in der Gesellschaft leider nur theoretisch angekommen.“

Anett, 41, Mutter von Robin

Mehr Hilfestellung im Alltag

Anett wünscht sich deswegen mehr Sensibilität für Menschen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden. „Auch Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen sollten zu unserer Gesellschaft gehören, denn gerade sie brauchen Hilfe und Unterstützung. Dazu gehören barrierefreie Bahnhöfe und Toiletten. Es muss zum Beispiel möglich sein, bei einer Veranstaltung teilzunehmen, ohne mit einer nassen Windel dazusitzen. Da braucht es einen Appell an die Gemeinden.“

Voller Lebensfreude

Trotz aller Widrigkeiten lässt sich die Familie ihre Lebensfreude nicht nehmen. Sie genießt die gemeinsame Zeit und nimmt Angebote wie die der Familienherberge Lebensweg dankbar an.

„Unser Kind belohnt uns ganz oft mit einem Lachen, das sich auf uns überträgt.“