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Seit fast 30 Jahren gehören wahre Verbrechen zum Berufsalltag von Peter aus Tübingen. Er ist forensischer Psychiater und erstellt für Gerichte Gutachten über Täter und Täterinnen, wenn es zum Beispiel um eine mögliche Sicherheitsverwahrung geht.

"Es gibt ja einen richtigen true crime-Boom. Das ist für mich ein spannendes Phänomen, woher das kommt. Schwere Gewaltstraftaten sind seit vielen Jahren rückläufig, aber das Interesse an der dunklen Seite von Straftätern nimmt zu."

Traumjob: Gerichtspsychiater

Als Peter Medizin studiert hat, hatte er noch nicht vor forensischer Psychiater zu werden. „Das hatte viel mit Zufällen zu tun. Aber ich habe schnell gemerkt, Psychiatrie interessiert mich und habe dann in der Psychiatrie in Tübingen meine Facharztausbildung gemacht. Und dort hatte ich einen Oberarzt, der Gutachten fürs Gericht gemacht hat. Er hat mich gefragt, ob ich nicht auch mal wolle. Und das war wie so ein Schlüsselerlebnis. Ich habe gemerkt, das passt zu mir, dieses interdisziplinäre Denken.“ Peter hat damit seinen Traumjob gefunden. Auf Grundlage von seinen Gutachten entscheiden heute Gerichte, ob Täter und Täterinnen etwa in Sicherheitsverwahrung bleiben müssen oder ihre Strafe in einer Psychiatrie oder einem Gefängnis verbüßen müssen. Mittlerweile hat er etwa 2000 Gutachten erstattet.

Keine Psychopathen in der realen Welt

Als forensischer Psychiater mache er immer wieder erstaunliche Erfahrungen, erklärt Peter: „Man bekommt eine Akte und da sind schreckliche Dinge passiert. Und dann sieht man den Menschen und ist erst mal erstaunt darüber, wie normal der oft ist. Die Psychopathen, die permanent aggressiv unterwegs sind und sozusagen nur darauf warten, die nächste Gräueltat zu verüben – die gibt’s eher in der Kriminalliteratur als in der Wirklichkeit.“  

Vorurteile gegenüber Psychiatern

Wenn Peter erzählt, dass er Gerichtspsychiater ist, äußern viele erst einmal Vorurteile: „Dann kommen manchmal so Äußerungen, wie: ‚Muss ich jetzt aufpassen, dass du mich analysierst?‘ Was völliger Quatsch ist, ich analysiere nicht, wenn ich nicht einen konkreten Arbeitsauftrag habe. Das ist ja auch anstrengend, da bin ich viel zu bequem, mir Gedanken darüber zu machen, was mit meinem Mitmenschen los ist. Das mache ich nicht.“ 

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