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Mixed Martial Arts genießt in Deutschland nicht den besten Ruf. Aber Peter Sobotta aus Balingen zeigt, dass man trotz Kampfsport auch ein Gentleman sein kann.

„Als ich jünger war, hatte ich vor jedem Kampf Schiss, ich wollte ihn hinter mich bringen – aber ich habe es geschafft, die Angst und die Aufregung in etwas Positives umzuwandeln.“

Peter Sobotta, 32, MMA-Kämpfer

„Meinen allerersten Kampf werde ich nie vergessen. Ich war damals 16 Jahre alt. In Deutschland darf man beim MMA erst ab 18 Jahren zuschauen – und natürlich auch erst mit 18 kämpfen! Aber ich habe damals ein bisschen geflunkert. Ich erzählte dem Promoter, dass ich volljährig sei, weil ich unbedingt antreten wollte. Früher war die Szene lange nicht so professionell wie heute. Es waren viele harte Jungs, die da angetreten sind. Der Sport war technisch noch nicht so weit wie heute, außerdem waren die Veranstaltungen nicht wirklich organisiert.

Das waren einfach ein paar harte Männer, die Bock hatten zu kämpfen.

Peters erster Kampf

Und dann kommt da ein braver Bub aus der schwäbischen Provinz und fährt nach Leipzig, um in einer Halle mit 2.000 Zuschauern in den Ring zu treten. Mein Trainer, der für mich damals unbesiegbar war, der ist übelst K.O. gegangen und eine halbe Stunde später musste ich in diesen Ring steigen. Ich hatte einfach nur Schiss, ich wollte das einfach nur hinter mich bringen – und habe dann tatsächlich gewonnen.

Süchtig nach Erfolg

Am nächsten Tag bin ich wieder in die Schule und war natürlich der Coolste. Das hat mir so ein geiles Gefühl gegeben und Respekt von meinen Freunden.

Das war ein unheimlich gutes Gefühl und hat mich süchtig gemacht – süchtig nach Erfolg.

Ich habe so einen Hunger bekommen, immer weiter zu kommen, immer besser zu werden. Und so ist das Ganze fast zu einem Selbstläufer geworden.“

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