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Julia aus Ergenzingen bei Rottenburg hat zusammen mit einer Freundin eine Kinderfarm gegründet. Ziel ist es, die Jugend wieder näher an die Natur heranzuführen.

Dauer

„Die Milch kommt aus dem Discounter, die Kuh ist lila, das Stückchen Fleisch, das man auf dem Teller hat, hat nie gelebt, nee, das hat die Mama im Supermarkt gekauft: Vielen Kindern fehlt der Bezug zur Natur.“

Julia, 39, Leiterin der Kalkwerkfarm in Ergenzingen

Julia nennt es nicht Beruf, sie nennt es Berufung. Sieben Tage die Woche kümmert sie sich um eine Kinderfarm, die sie gemeinsam mit einer Freundin gegründet hat. Hier bieten sie therapeutisches Reiten, Kindergeburtstage und Fortbildungen an. „Die Farm ist ein Ort der Begegnung für Jung und Alt, für Familien, für Menschen mit Handicap – hier soll sich jeder wohlfühlen“, sagt sie. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit Kindergärten und Schulen.

„Die Kitas bauen uns zum Beispiel mit ein, wenn sie das Thema Tiere haben. Schulkinder kommen einmal die Woche im Rahmen der Mittagsbetreuung zu uns und leben den ganz normalen Farmalltag: Misten, sich um die Tiere kümmern. Hier können sie Stress loswerden, hier können sie runterkommen und Kind sein.“

Bezug zur Natur geht verloren

Eines fällt der 39-Jährigen besonders auf: Die Kinder haben den Bezug zur Natur, zu Lebensmitteln, zu Tieren verloren. „Wenn wir unsere Tiere füttern, erklären wir erst mal: Was ist welches Tier, was sind Auberginen, was sind Zucchini. Ganz viele Eltern gehen einfach arbeiten, haben die Zeit nicht, wollen nicht kochen – und gehen dann halt mit ihren Kindern essen: Fastfood, Pizza. Teils wissen es die Eltern nicht besser, teils verlassen sie sich wohl sehr auf die Schule und auf den Kindergarten.“

Dabei seien die Kinder wissbegierig: „Die sind wie Spongebob, wie ein Schwamm. Die saugen alles auf. Und danach erzählen sie es auch daheim, im Kindi oder in der Schule.“ Genau deshalb sieht Julia ihre Tätigkeit als ihre Pflicht an. „Es ist mir einfach so ein Anliegen, weil Kinder super sind, weil sie das Leben bunt machen – und weil bei ihnen alles anfängt und sie es weitergeben können.“

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