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Mia aus Tübingen hat eine ganz besondere Methode zur Entspannung für sich entdeckt: das Doodlen, also meditatives Zeichnen. Nicht nur zu Hause zückt sie leidenschaftlich gerne die Stifte.

Dauer

„Kann man auch mal was ohne Ziel machen? Ich doodle zur Entspannung, weil das Sinn ergibt.“

Mia, 28, Kritzelkünstlerin aus Tübingen

Einfach drauflos doodlen

Mia doodelt sich die Welt, wie sie ihr gefällt. Die Heilerziehungspflegerin sagt: „Das Kritzeln hilft mir dabei, mich zu konzentrieren. Daheim setze ich mich an den Esstisch oder aufs Sofa und doodle drauflos. Ohne den Anspruch, dass ein Kunstwerk daraus entstehen muss.“

„In unserer Leistungsgesellschaft gibt es so viel Druck, da darf man sich auch mal die Zeit nehmen, um den Druck abzulassen.“

Mia ist tätowiert und sagt von sich, dass sich ihr Verständnis für Kunst auf ihrer Haut widerspiegelt. „Schönheit bedeutet für mich, wenn etwas in sich Sinn ergibt, in einem Muster, in Farben oder in einem Wesen. Das Zusammenspiel muss passen.“

Kritzeln in Gesellschaft

Gemeinsam zu kritzeln, macht der Weltenbummlerin besonders Spaß. „Ich reise gerne. Am liebsten mit dem Rucksack und an Orte, wo der Tourismus noch nicht angekommen ist. Meine Kritzelkunst kann ich überall ausleben. In Kambodscha hab‘ ich mit Freunden ein riesiges Holzstück bemalt. Wir haben einfach angefangen und weitergemacht, bis dieses große Kunstwerk entstanden ist.“ Der nächste Trip geht nach Indonesien. Ihre Stifte hat die Backpackerin natürlich dabei.

„Mal schauen, mit wem mich die Muse in der Ferne packt.“

Ihre Bilder vergleicht Mia mit sich selbst: fröhlich, offen und durcheinander.

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