Verena teilt ihre Wohnung mit Igeln

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Auf Instagram sieht man, wie Igel gebadet, verkleidet, frisiert oder um die ganze Welt geschleift werden. Verena aus Tübingen findet das ganz und gar nicht gut.

„Wegen mir müssen Ferdchen und Mucki nicht super berühmt werden. Mein Ziel ist es, jemandem einfach so eine Freude zu bereiten.“

Verena, 30, Igelmama aus Tübingen

Verena und ihr Mann haben zwei ausgefallene Haustiere: Afrikanische Weißbauchigel. „Auf die Idee kam ich vor zwei Jahren über Portale, auf denen man Bilder von Igelchen sieht“, erzählt Verena. „Daraufhin haben wir uns schlaugemacht und herausgefunden, dass es in Deutschland einige Züchter gibt.“ Inzwischen sind Ferdchen und Mucki kleine Berühmtheiten auf Jodel. Bei Instagram hat Verena für die beiden auch einen Account angelegt. „Dort versuche ich, den Leuten klarzumachen, wie richtige Igelhaltung funktioniert.“

„Man darf nie vergessen: Das sind Tiere. Und Tiere gehören meiner Meinung nach nicht irgendwie hindrapiert. Deswegen zeige ich die Igel am allerliebsten in Situationen, wie man sie tatsächlich erlebt, wie sie sich freiwillig geben.“

„Ich versuche auch darauf aufmerksam zu machen, dass viele auf Instagram Bilder oder Videos haben von Situationen, die ich so nicht unterstützen kann und die man meiner Meinung nach nicht liken oder gar begeistert kommentieren sollte.“ Verena seufzt.

Solche Igel-Fotos findet Verena abstoßend

„Sehr häufig kommt es vor, dass Igel gebadet werden und dann auf dem Rücken in der Badewanne schwimmen. Das – muss man ganz klar sagen – ist Tierquälerei.“

„Ich weiß, dass es fast keinen Igel gibt, der da keine Panik bekommt. Und dass die sich nicht einrollen und da rumschwimmen – das ist einfach nur Schockstarre. Das ist nicht so süß, wie es tatsächlich aussieht. Aber es ist halt leider sehr verbreitet.“

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