Ronja und Marios haben ein Sternenkind

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Während der Schwangerschaft bekommen Ronja und Marios aus Reutlingen die fatale Diagnose: Ihr ungeborenes Kind hat einen schweren Gendefekt hat und wird wahrscheinlich sterben.

„Ich weiß nicht, wie wir das schaffen können, ich kann das nicht ertragen.“

Marios, 28, Vater eines Sternenkindes

Ronja und Marios sind glücklich, als Ronja schwanger ist. Doch im siebten Monat der Schwangerschaft erfahren die beiden, dass ihr Kind einen schweren Gendefekt hat und wahrscheinlich nicht überleben wird. Trotzdem entscheiden sie sich dafür, nicht abzutreiben, sondern den Weg weiterzugehen.

Ihr Glaube an Gott begleitet sie durch die schwere Zeit. Ihr kleiner Sohn Jonathan stirbt noch im Bauch, die Geburt muss eingeleitet werden. Die beiden verabschieden sich von ihm. Und sie ziehen sich nicht von allen zurück, sondern führen sehr viele Gespräche. Vor allem miteinander, aber auch mit anderen. Das hilft ihnen, den Verlust zu verarbeiten. Ihre Partnerschaft wird sogar noch stärker.

„Ich glaube, wenn man diesen Weg gemeinsam geht, dann macht das wahnsinnig viel mit einem. Ich bin immer noch verknallt bis über beide Ohren und weiß, wir haben diese Situation miteinander gemeistert und können das ganze Leben miteinander meistern.“

Marios

Auch die gemeinsamen Besuche an Jonathans Grab helfen den beiden. Heute sagt Marios, er sei versöhnt mit dem Erlebten: „Versöhnt sein heißt aber ganz viel. Es heißt, dass es mir gut geht, wenn ich am Grab stehe, und dass ich aber auch weiß: Das war nicht schön, was da passiert ist.“