Rapper Sane - Hip-Hop ohne Ausgrenzung

Dauer

Er liebt Rapmusik und schreibt Gedichte – 2011 kam Sane auf die Idee, Poesie mit Musik zu vereinen. So wurde aus einem Rap-Fan ein Rapper, der seine Prinzipien hat.

„Ich finde, Sexismus und Homophobie haben in der Hip-Hop-Szene keinen Platz.“

Sane, 24, Rapper aus Tübingen

„Ich bin in Karlsruhe-Oberreut aufgewachsen, einem Viertel voller Widersprüche. Da stehen schicke Reihenhäuser, aber auch Blocks, in denen Leute leben, die schlechte Voraussetzungen fürs Leben haben.“

Sane stellte sich den Herausforderungen seines Alltags auf seine Weise: „Kreativität war für mich immer eine Art, mit Dingen umzugehen. Ich hab Theater gespielt. Irgendwann bin ich zum Filmschauspiel gekommen, das hat mich aber nicht erfüllt. Ich war auf der Suche nach etwas, was ich aus meiner Seele heraus produziere.“

„Mein Stil ist es, immer auf der Suche zu sein. Wenn ich irgendwann sage: ‚Jetzt mache ich nur noch das‘, bedeutet das Stillstand. Das ist schlecht.“

In seinen Texten setzt sich Sane kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinander und spricht auch an, was in der Hip-Hop-Szene falsch läuft. „Der Song ‚Messer, Knarren, Ringe oder Basy‘ ist ein Angriff auf das, was mir an der Szene nicht gefällt. Wenn sich einer hinstellt und Drogen unreflektiert glorifiziert, ist das falsch. Wenn er aber darüber rappt, weil das ein Teil seiner Vergangenheit ist, ist es respektabel. Ich finde, Sexismus und Homophobie haben in der Hip-Hop-Szene keinen Platz. Eben weil Hip-Hop als Sprachrohr gegen Unterdrückung entstanden ist. Damit neue Formen von Unterdrückung oder Diskriminierung zu schaffen ist falsch.“

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