Michelle ist Rennfahrerin – die Kommentare ihrer männlichen Kollegen spornen sie an

Dauer

Michelle aus Meßkirch fährt als eine von vier Frauen in der Tourenwagenklasse. Der Motorsport liegt ihr im Blut, sie war schon als kleines Kind mit der Familie auf der Rennstrecke.

„Wenn du gut bist, bist du gut. Dann ist es völlig egal, ob du Mann oder Frau bist"

Michelle, 19, Rennfahrerin

Die gelernte Medienkauffrau Michelle schrieb 2018 Geschichte: „Ich war beim TRC Germany die erste Frau, die auf dem Podium stand,“ sie lächelt stolz. „Wenn man ein Ziel hat, muss man einfach dafür kämpfen!“

Familientradition Motorsport

Der Motorsport wurde ihr quasi in die Wiege gelegt: „Ich habe einen älteren Bruder, der Rennsport gemacht hat. Wir sind immer als Familie zusammen zur Rennstrecke gegangen. Ich war also von klein auf infiziert.“

Michelle lacht und wirft ihre langen blonden Haare nach hinten. Seit acht Jahren fährt sie Rennen und von Anfang an waren ihre Gegner fast ausschließlich Jungs.

Alltag im Motorsport: Dumme Kommentare

„Es ist nicht immer einfach für die Kerle. Man sieht oft, dass sie ein Problem haben, wenn eine Frau schneller ist als sie. Weil es eben ein Männersport ist. Da kommen schon mal doofe Kommentare. Es ist nicht schön, was man zu hören bekommt – aber es baut mich auch auf. Umso mehr Spaß macht es mir, die dann ein bisschen zu ärgern.“ Trotz der kleinen Rivalitäten wird Michelle von ihren Mitstreitern akzeptiert.

„Unter dem Helm sind alle gleich – egal ob eine Frau oder ein Mann darunter steckt.“

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