Aktivist Juri kämpft für die Natur

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Aktivist Juri kämpft für die Natur

Juris große Leidenschaft ist der Umweltschutz. Dafür ist ihm kein Weg zu weit, kein Hindernis zu groß und keine Veränderung zu umständlich.

„Das Verrückte am Klimawandel ist: Irgendwann hört er auf, ein Problem zu sein, weil wir aufhören, eine Lösung zu haben.“

Zufallsbegegnung mit Juri, 28, aus Tübingen

„Vor ungefähr zwei Jahren saß ich in einer Mitfahrgelegenheit mit einem ehemaligen Umweltaktivisten, der meinte:

‚Du möchtest dich für die Umwelt engagieren? Mach, wenn du die Geduld dazu hast. Ich habe das 40 Jahre lang gemacht – man verliert nur.‘

Das tat mir sehr leid für ihn, aber ich wollte das nicht so an mich ranlassen, diese ganze Frustration. Ich habe meine Hoffnung noch nicht aufgegeben. Die nächsten 40 Jahre weiß man vielleicht nicht, was man zum Klimawandel sagen wird, aber eins kann ich sagen: Sie werden nicht genauso wie die letzten 40 Jahre und ich hoffe, dass der Unterschied sein wird, dass wir anfangen werden, zu gewinnen.“

Gewinnen, das bedeutet für Juri vor allem, mehr Leute für die Klimagerechtigkeitsbewegung zu mobilisieren. Er legt große Hoffnungen auf die Proteste der #FridaysForFuture und darauf, dass die engagierten Schüler auch ihre Familien mitziehen.

Letztes Jahr war er selbst bei den Protesten am Hambacher Forst dabei:

„Die Stimmung war großartig. Das erste Mal, als ich da war, waren es 50.000 Menschen. Um das mal symptomatisch zu beschreiben: 50.000 Menschen – und danach, kein Müll auf dem Boden, nichts, alles sauber.“

Die Umwelt liegt Juri am Herzen. Ab und zu hilft er einem Bauern auf dem Markt, sein Bio-Gemüse zu verkaufen. Um seinen eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren, hat Juri letztes Jahr beschlossen, vegan zu leben – mit positiven Nebeneffekten:

„Ich bin fitter dadurch. Nach jeder Mahlzeit habe ich nicht mehr dieses Schweregefühl im Bauch, bin schneller einsatzbereit. Ich mache eine Menge Kontaktsport, der Verletzungen herbeiführt, und ich habe gemerkt – was verrückt ist – dass meine Wunden schneller heilen. Das hatte ich vorher nicht erwartet. Ein paar Leute hatten das erzählt und da dachte ich mir so: ‚Nee, ach was.‘ Aber tatsächlich! Ich hatte nicht erwartet, dass man das so merkt.“

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