Gabriele ist richtig verknallt ins Ländle

Dauer

Wenn sie über Württemberg spricht muss sie fast weinen - so sehr liebt sie den Süden. Mit 40 beschloss die ehemalige Großstädterin von Köln nach Albstadt zu ziehen. Dort liebt sie vor allem die Herzlichkeit.

„Als kleines Mädchen habe ich unglaublich gerne diese Heimatfilme gesehen, und das Schwäbische hier hat mich sehr daran erinnert. Das war wie ein Déjà-vu.“

Gabriele, 60, Fotografin und Künstlerin


„Ich bin geboren in Köln, aufgewachsen in Köln und mit 40 aus Köln weggegangen. Die Zeit bis dahin war spannend. Als Kind bin ich in einem Vorort aufgewachsen, mein größter Wunsch war aber immer, mitten in der City zu wohnen. Als ich dann 18 war, bin ich nach Köln-Nippes gezogen. Bevor ich ein Kind hatte, hätte ich mir nie vorstellen können, aus Köln wegzugehen, aber mit Baby wurde es für mich ein Thema. Man wird als Mutter sensibler. Wenn man mit dem Kinderwagen aus dem Haus läuft und drei Autos gleichzeitig den Motor anwerfen und alle haben den Auspuff in Richtung Kinderwagen. Und die Spielplätze waren damals völlig verdreckt, die Spritzen überall. Nachts treiben sich dort einfach andere Menschen rum.“ Gabriele hält inne.

„Ich kannte die Schwäbische Alb recht gut, weil mein Mann von hier kommt, und irgendwann habe ich gesagt: Ich glaube, ich könnte jetzt gehen“.

„Es war die richtige Entscheidung“

Er hat das gar nicht ernst genommen. Eine Woche später hat er mich gefragt: ‚Sag mal, wie hast du das denn gemeint?‘ Und ich antwortete: ‚So wie ich es gesagt habe. Einen Cut machen. Wirklich wegziehen und ein neues Leben beginnen‘. Und ich finde, 40 ist ein gutes Alter dafür.“ Sie lächelt. „Hierher nach Albstadt zu kommen war absolut die richtige Entscheidung.“

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