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Alex Müller (Foto: SWR)
Nils Keilmann (Foto: SWR)

Von Yoga hat Alexander aus Stuttgart am Anfang nicht viel gehalten. Heute arbeitet er als Yogalehrer. Und der Sport hat für ihn seine ganz eigenen Facetten, die ihn faszinieren.

Es war keine Liebe auf die erste Dehnung. Wenn Alex an seine erste Stunde Yoga zurückdenkt, dann war das nicht der Moment, in dem er seine Zukunft auf der Yogamatte gesehen hat.

„In meinem ersten Kurs kam die Ansage: Jetzt atmen wir tief ein und aus und denken ans Nichts. Aber das Einzige, an das ich dachte, war meine Hüfte. Ich habe einfach Schmerzen gehabt.“

Alex, 34, Yogalehrer und Personal Trainer

Eigentlich hatte Alexander eine kaufmännische Ausbildung begonnen. Aber während der Ausbildung fing er an, im Fitnessstudio zu trainieren. Und die boten ihm relativ schnell eine Trainerstelle an. Seitdem arbeitet er als Personal Trainer. Seine Kundinnen und Kunden sind zwischen 17 und 81.

Empathie, Mitgefühl, Menschsein

Zum Yoga kam Alex über einen Intensivkurs in seiner Ausbildung. Nach der anfänglichen Abeigung hat er seinen Zugang gefunden. Am Yoga hat ihn besonders die etwas andere Denkhaltung begeistert. „Wir waren 25 Leute in meiner Yogaausbildung. Und ganz am Schluss hat mir einer gesagt, er ist Neurologe. Ich habe gedacht: Was?! Du bist Arzt?! Und da wurde mir erst klar, dass man ja normalerweise, wenn man Menschen kennenlernt, direkt fragt: Was machst du beruflich? Der übliche Smalltalk. Aber über das Yoga haben wir uns auf einer ganz anderen Ebene kennengelernt. Viel empathischer, mit mehr Mitgefühl und konzentriert auf das, worauf es beim Menschsein ankommt.“

„Yoga kann helfen, mehr Empathie für seine Mitmenschen aufzubringen.“

Berührungen sind gut für die Seele

Heute kann er sich auch vorstellen, die spirituelle Seite von Yoga zu erkunden. Vielleicht nicht gerade bei einer Reise nach Indien, aber auf seine eigene Art und Weise: „Ich habe ein Faible für Thai Yoga entdeckt, das ist mit Massageelementen. Gerade in der heutigen Zeit, wo alles mehr und mehr digitalisiert wird, da finde ich die tatsächliche Berührung von einem Menschen wichtig. Wenn man jemandem mit seinen eigenen Händen was Gutes tun kann, dann ist das ein sehr befriedigendes Gefühl, eine schöne Arbeit.“

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