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Stefanie Molitor (Foto: SWR)
Alex Müller (Foto: SWR)

Tom wuchs als Mädchen auf, hat aber schon früh gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Erst mit über 20 Jahren erkennt er: Ich bin trans.

„Ich habe meine Gefühle mit meiner Mutter, meiner Schwester und meiner damaligen Freundin geteilt. Ich habe gesagt: Ich glaube, ich bin ein Mann.“

Tom, 30, aus Welzheim

Mit 27 Jahren beschließt Tom, seine körperliche Transformation in einen Mann zu beginnen. „Man muss mit der Ablehnung der Gesellschaft leben können. Die Operationen sind anstrengend - für den Körper und für die Psyche.“ Als Tom schließlich das männliche Geschlechtshormon Testosteron bekommt, erlebt er eine Pubertät im Schnelldurchlauf. „Meine Stimme wurde tiefer. Ich hatte das Gefühl, mich ständig räuspern zu müssen.“

„Ich bin morgens aufgewacht und war nicht mehr ich selbst. Ich hatte Aggressionen, die ich so nicht kannte, ich habe geschwitzt, ich war schlecht drauf. Wie ein Jugendlicher in der Pubertät – nur eben viel, viel stärker."

Seine damalige Freundin ist während dieser Zeit immer an seiner Seite: „Ich bin ihr dafür unglaublich dankbar. Das war für sie nicht einfach, diese Pubertät mit mir durchzustehen.“ Aber: Heute - am Ende eines langen Weges - ist Tom glücklich: „Ich fühle mich endlich wohl in meinem Körper und möchte mein Leben genießen!“

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