Altenpflegerin Franzi steht konstant unter Druck

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AUTOR/IN
Julian Gräfe
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Verena Ecker
Verena Ecker (Foto: SWR)

Der Alltag von Altenpflegerin Franzi aus Albershausen ist geprägt von Stress und Hektik. Trotzdem liebt sie ihren Job.

„Wenn ich merke, dass es einem Bewohner nicht gut geht, dann nehme ich mir Zeit – egal, ob ich sie jetzt habe oder nicht. Aber klar: In dieser Zeit fehle ich dann natürlich woanders.“


6:30 Uhr – Franzi ist unterwegs ins Heim. Sie arbeitet als ausgebildete Pflegefachkraft und ist voll motiviert. Obwohl sie an stressigen Tagen mit einer Kollegin für insgesamt 26 Bewohner verantwortlich ist.

„Wenn ich zu spät zu den Leuten komme, dann heißt es gleich: Warum sind Sie nicht da gewesen? Warum habe ich zehn Minuten warten müssen?“

Dabei muss Franzi eigentlich freie Minuten nutzen, um Handgriff für Handgriff zu dokumentieren. „Von Medikamenten über Körperpflege, Kompressionsstrümpfe anziehen, Verbandswechsel – das kostet mich manchmal eine Stunde pro Schicht.“

Während der morgendlichen Anziehhilfe bei einer Bewohnerin braucht gleichzeitig der Herr im Nachbarzimmer Unterstützung beim Aufstehen. Andauernd piepst der Melder, denn auch die anderen Heimbewohner benötigen Hilfe. „Wenn’s mal nicht klingelt, dann ist das sogar eher ungewöhnlich. Vor allem morgens.“ Unter diesem Druck kommt Franzi manchmal an ihre Grenzen. Sie hat noch mehr als 40 Berufsjahre vor sich, trotzdem liebt sie ihren Job.

„Man sollte dankbar sein, dass man etwas zurückgeben kann. Schließlich hat man hier mit Menschen zu tun und nicht mit Gegenständen.“

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