Von Esslingen nach Stuttgart: Patous Friseursalon ist wie ein Wohnzimmer für ihn

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Patou hat sich seinen Traum erfüllt: Er hat einen eigenen Friseursalon in Stuttgart. Er liebt seinen Job: Es gibt keinen Tag, an dem er sich nicht auf seine Arbeit freut.

Mann mit Baseball-Kappe sitzt in Barber-Shop (Foto: SWR)

"Ich bin ein sehr kreativer Mensch und als mein eigener Chef kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen."

Berufung: Friseur

Wenn Patou morgens seinen Salon aufschließt, freut er sich jedes Mal wieder auf seinen Arbeitstag. Anfang des Jahres ist er mit seinem Team von Esslingen nach Stuttgart gezogen. Drei Jahre führte er dort seinen ersten eigenen Friseursalon — nun konnte er sich den Traum von einem größeren Laden in der Landeshauptstadt erfüllen.

"Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht gerne in den Salon gehe. Ohne meine Arbeit geht’s nicht für mich."

Patous Begeisterung für seinen Job wissen auch seine Kundinnen und Kunden zu schätzen, darunter auch Spieler des VfB Stuttgarts. Von ihnen hängt sogar das ein oder andere signierte Trikot über den großen Spiegeln mit den goldenen Rahmen. Patou liebt aber den Austausch mit all seinen Kundinnen und Kunden: „Ich freue mich auf Jeden, der zu uns kommt. Jeder hat seinen Wert. Mit Vielen bin ich mittlerweile auch befreundet und wir unternehmen etwas zusammen.”

Schritt für Schritt zum eigenen Betrieb

Die Entscheidung nach seiner Ausbildung einen eigenen Friseursalon zu eröffnen hat Patou vor Herausforderungen gestellt. „Ich wusste erstmal nicht, wie Unternehmen genau funktionieren. Aber ich bin step by step an alles herangegangen. Dabei sind auch Fehler passiert, aber aus ihnen konnte ich viel lernen.”

Wissen weitergeben

Nach Feierabend widmet sich Patou seinen anderen Projekten, zum Beispiel selbst designten Klamotten und eigenen Gemälden, die auch in seinem Salon zu sehen sind. „Mein großer Traum ist es aber den Kindern in meiner Heimat mein Wissen, das ich gesammelt habe, weiterzugeben und zu helfen.” Mit zwölf Jahren ist Patou von einem Waisenhaus im Kongo nach Deutschland gekommen, geboren ist er in Angola. Zuhause ist für ihn deswegen nicht nur ein Ort:

"Ich bin Angolaner, Kongolese und eben auch ein echter Schwaben Kerle."

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