Rose aus Nigeria ist Nonne und Hebamme

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Als Rose beschloss, Nonne zu werden, waren ihre Eltern erst alles andere als begeistert. Aber die Nigerianerin setzte sich durch. Heute lebt sie in Stuttgart und geht ihrer Berufung nach.

„Als Ordensfrau werde ich dahin geschickt, wo man mich braucht.“

Rose, 48, Nonne und Hebamme

In Deutschland hilft Schwester Rose nun schon seit rund 20 Jahren Babys auf die Welt. Die Arbeit als Hebamme ist für sie eine Berufung.

„Es war damals ein Schock für mich, dass es hier in Deutschland Familien gibt, die sagen: Wir wollen keine Kinder. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Umso mehr freue ich mich, wenn Frauen vier oder fünf Kinder haben. Denn ohne Kinder haben wir keine Zukunft.“

Von Nigeria nach Baden-Württemberg

Vor 20 Jahren hieß es für Schwester Rose: Du gehst nach Baden-Württemberg. Ihr katholischer Orden, die „Töchter der Mutter der Barmherzigkeit“, schickte sie nach Deutschland. Dort machte sie eine Ausbildung als Krankenschwester und Hebamme und gründete mit drei Mitschwestern eine kleine Ordensgemeinschaft. Die vier Schwestern leben wie eine WG zusammen.

Aufgewachsen ist Rose im Osten Nigerias, in einer kinderreichen Familie. Ihre Eltern waren nicht sonderlich begeistert, als Rose in den Orden eintrat. Doch sie folgte ihrer „Berufung“, wie sie sagt. Und ist immer noch davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war. Ihre Mission und Berufung.

Mit Musik der Heimat ein Stück näher

Für einige Landsleute hat Schwester Rose in der Kirche St. Elisabeth in Esslingen eine zweite Heimat geschaffen und einen Chor aufgebaut.

„Immer wenn ich hier bin, fühle ich mich wie in Nigeria. Gleiche Sprache, gleiche Mentalität, gleiche Farbe. So sind wir einfach Daheim.“