MC Bruddaal: D'r Schwobarapper aus Stuttgart

Dauer

Spiegelbrille, Fellmütze und Brezel-Goldkettchen: Als MC Bruddaal rappt Henrik aus Schorndorf auf Schwäbisch über alles, was die Schwaben bewegt. Denn es gibt "bruddaal" viel gute Wörter.

„Als MC Bruddaal habe ich viel mehr Selbstbewusstsein als als Henrik.“

Henrik, Musiker

Er rappt von der Butterbrezel, über Spätzle bis hin zur Kehrwoche und den geliebten Maultaschen. Und das, obwohl er auch völlig akzentfreies Hochdeutsch sprechen kann.

Die Kunstfigur „MC Bruddaal“ wurde 2011 geboren, weil Henriks damaliger Chef extrem schwäbelte: „Er hat in jedem zweiten Satz das Wort ‚bruddaal‘ benutzt, also fing ich an, das nachzumachen.“ Seine Kunstfigur kam so gut an, dass Henrik 2014 für kurze Zeit sogar in Vollzeit zum MC Bruddaal wurde.

„Aber alleine von der Kunst zu leben – das bedeutete für mich auf lange Sicht zu viele Kompromisse.“

Stuttgart - "Du bisch mei Numer One"

Also wurde aus Henrik wieder ein Grafiker und aus MC Bruddaal ein leidenschaftliches Hobby. Henrik wuchs in Schorndorf aus, hat aber schwedische Eltern und auch die schwedische Staatsbürgerschaft. Seine Familie ist mittlerweile wieder in den hohen Norden zurückgekehrt, Henrik aber will hierbleiben. Seiner großen Liebe Stuttgart hat der Schwobarapper sogar einen Song gewidmet: „Du bisch mei Number One“.

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