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Lange, volle Haare sind ein Zeichen für Weiblichkeit und Schönheit. Wie fühlt es sich an, wenn man die ganze Pracht einfach abrasiert? Das wollte Leonie aus Sindelfingen wissen.

Leonie hat sich die Haare abrasiert - warum?

„Ich habe mir die Haare abrasiert, weil ich wissen wollte, wie die Öffentlichkeit darauf reagiert.“

Leonie, 15, aus Sindelfingen

„Ich war einfach neugierig, wie ich ohne Haare aussehe. Wenn man seinen Kopf schüttelt und die Haare fallen einem nicht mehr ins Gesicht oder in den Nacken, dann ist das schon ein befreiendes Gefühl. Ich habe zwar am Anfang gedacht, es fehlt irgendwas, aber nicht so, als ob es schlecht wäre. Und ich war echt überrascht, weil es meinem Umfeld total gefallen hat. Nur mein Vater und mein Bruder fanden es nicht so toll, aber darüber kann ich hinwegsehen.“

„Ich wollte wissen, ob man öfter angesprochen wird, weil man ein bisschen mehr heraussticht.“

„Und ja, das wird man, vor allem von irgendwelchen Leuten auf der Straße, die das mega komisch finden. Die schauen dich dabei so richtig verurteilend an. In Italien hat mich jemand angeguckt, als ob ich das Skurrilste wäre, das er in seinem ganzen Leben gesehen hat.“

„Manche gehen auch davon aus, dass ich krank bin und Krebs habe. Das sprechen sie zwar nicht offensiv an, aber man merkt es im Gespräch. Wenn ich die Situation dann aufkläre, sind die Leute entweder überrascht oder verwirrt: ‚Hä, aber warum hast du denn dann so kurze Haare?‘ Wenn Jungs sich ihre langen Haare abschneiden, denken sich die Leute: ‚Oh Gott, endlich‘. Oder es juckt sie einfach gar nicht. Bei einem Mädchen wird es entweder gehypt oder runter gemacht. Es bekommt auf alle Fälle viel mehr Aufmerksamkeit.“

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