Malen in der Provinz

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Oda Schultz ist Künstlerin und reist alle zwei Wochen in große Städte auf der ganzen Welt, um sich dort Inspirationen zu holen. Umsetzen kann sie ihre Kunst allerdings erst, wenn sie wieder in Renningen im Landkreis Böblingen ist.

„Ich habe nicht die Ruhe, stundenlang zu malen, wenn ich an einem Ort bin, der mich fasziniert.“

Oda, 50, Künstlerin

Renningen - Hongkong und zurück

Künstlerin Oda Schultz malt, entwirft Comicfiguren und ihre eigene Mode. Sie braucht den Kontrast zwischen den Metropolen dieser Welt und ihrem Wohnort Renningen, wo sie seit acht Jahren mit ihrer Familie lebt. Etwa alle zwei Wochen steigt sie ins Flugzeug und fliegt nach New York, Bangkok, Hongkong oder Mailand.

„Wenn ich reise, lege ich mir ein Sammelsurium an Ideen zu und dann brauche ich einen Ort des Nichts, also bösartig gesagt: Renningen, an dem ich die Zeit und Ruhe habe, meine Eindrücke umzusetzen und das draus zu machen, was ich möchte.“

Oda braucht viel Platz für ihre Kunst

Oda lebt in einer ehemaligen Squash-Halle, über 800 Quadratmeter groß. Sie und ihr Mann haben sie umgebaut. Eine Turnhalle für die Kunst und unendlich viel Stauraum. Der hat lange gefehlt: „Wir hatten ein Studio in Stuttgart und haben in dem Haus von meinem Vater gewohnt. Meine Mutter hat mal gesagt, sie hat Angst, dass eine Pest ausbricht, wie auf einer Hühnerfarm. So eng haben wir damals gelebt. Wir haben viele Sachen und große Sachen. Es war einfach viel zu eng, und wir kriegen ständig neue Sachen, wir produzieren Massen. Ich würde auf alles andere verzichten, nur nicht auf Platz.“