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Seit Februar 2018 arbeitet Franziska aus Böblingen im stationären Kinder- un Jugend hospiz in Stuttgart. Es ist vermeintlich ein Ort der Trauer und des Abschieds. Doch in den Gemäuern einer alten Villa stecken Freude und Leben.

„Vor dem Tod habe ich keine Angst. Der gehört eben zum Leben mit dazu.“

Franziska, 27, Pädagogin

„Die Stelle habe ich von der Herzenssache e.V. Hauptsächlich kümmere ich mich um die Trauerarbeit mit den Eltern und Geschwisterkindern. Vor Kurzem hat ein Junge seine Gefühle gemalt. Das Bild war sehr von Schwarz geprägt. Wir haben dann eine Weile geredet und gemeinsam eine Kerze gestaltet. Am Ende meinte er, dass er jetzt auf seinem Bild viel mehr helle Farben erkennt. Solche Momente sind sehr schön.“

Das Kinder- und Jugendhospiz in Stuttgart (Foto: SWR)

„Eine Begegnung mit einem Vater eines verstorbenen Kindes hat mich ganz besonders berührt. Der trauernde Papa hat drei Stunden pausenlos geweint und ich saß direkt neben ihm.“

„Es ist manchmal schwierig das auszuhalten, weil man ständig das Gefühl hat, etwas sagen zu müssen.“

„Trotzdem gilt es, dann die unangenehme Stille auszuhalten. Er hat mir später gesagt, dass ich ihm sehr weitergeholfen habe, obwohl ich einfach nur da war. Da sein, zuhören, Zeit haben. Darum geht es.
Bei uns wird aber auch ganz viel gelacht. Zum Beispiel in unserem Spielzimmer.“

„Letztens haben Kinder sogar Geschenke für mich gebastelt. In solchen Momenten weiß ich, dass ich etwas wirklich Gutes getan habe.“

„Trotzdem höre ich oft: ‚Ich könnte das nicht.‘ Aber wenn das auch alle machen könnten, wäre ich ja arbeitslos. Natürlich gehen mir manche Schicksale sehr nahe. Deshalb ist der Dialog im Team ganz wichtig. Im Zweifel drehe ich dann aber auch mal die Musik auf und brettere über die Autobahn. Bis ich dann zu Hause bin, ist es auch wieder gut.“

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