So denkt die SWR Heimat-Community über die Einführung eines „Gesellschaftsjahrs” 

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Martika Baumert
Porträt Martika Baumert (Foto: SWR)

Gerade wird wieder über ein mögliches „Gesellschaftsjahr” für junge Menschen diskutiert. Deshalb haben wir euch gefragt, was ihr davon haltet und welche Erfahrungen ihr schon mit dem Wehr- oder Zivildienst und FSJs, FKJs, FÖJs, etc. gemacht habt.  
Ganz viele von euch haben uns geschrieben mit ganz unterschiedlichen Meinungen, Erlebnissen und Ideen. 

Nadine aus Tübingen (Foto: SWR, privat)
Nadine aus Tübingen findet ein „Gesellschaftsjahr” gut, aber nicht nur für junge Erwachsene, sondern für alle ohne Freiwilligendienst. privat

Julia findet faire Bezahlung wichtig 

Julia aus Mainz ist Sozialarbeiterin. Sie sagt, es herrscht großer Fachkräftemangel, aber warnt: „Verpflichtungen schrecken ab. Besser ist Anreize schaffen. Es gibt genug junge Menschen, die nach der Schule nicht wissen, was sie machen möchten. Viele sind vielleicht dankbar für die Chance eines sozialen Jahres. Jedoch ist Wertschätzung wichtig. Das beginnt bei einer fairen Bezahlung für junge Menschen, die eine wichtige Arbeit leisten würden.” 

Giovanni meint: Zivi war die beste Zeit seines Lebens 

'Giovanni aus Bad Dürkheim (Foto: SWR)

Darüber hinaus hat sich Giovanni aus Bad Dürkheim bei uns gemeldet. Er hat uns geschrieben, dass für ihn die Zivi-Zeit die geilste Zeit seines Lebens war. „Wir waren damals bestimmt 30-40 Zivis in den verschiedensten Abteilungen bei der Lebenshilfe. Ich war in der Tagesförderstätte bei den Schwerbehinderten, die viel Hilfe und Unterstützung, aber auch Freunde benötigt haben. Ich war deren Zivi und Freund. Ich möchte die Zeit als Zivi nicht missen.” 

Jannas Vorschlag: „Gesellschaftsjahr” in der Landwirtschaft 

Janna aus Arenrath (Foto: SWR)

Janna aus Arenrath findet ein „Gesellschaftsjahr” an sich gut und hätte gerne, dass es offen gestaltet werden könnte. Sie regt eines in einem landwirtschaftlichen Betrieb an. „Danach hat man sicherlich ein besseres Bewusstsein darüber, wie man mit Verbrauchsgütern wie Nahrung, Strom oder Wasser umgeht.” 

Timo hat Personalnot im Pflegeheim, könnte Unterstützung gebrauchen 

Timo aus Winnenden (Foto: SWR)

Auch Timo aus Winnenden mag die Idee eines „Gesellschaftsjahrs”. Er leitet ein Pflegeheim und meint: „Junge Leute könnten unterstützen im Pflegeheim. Da geht es nicht um „Ärsche putzen”. Da geht es darum, dass überhaupt jemand nett lächelt, wenn man das Zimmer verlässt. Bei mir in der Einrichtung herrscht große Personalknappheit. Da würden junge Hände helfen, auch wenn es „nur” Rollstuhl schieben ist, damit die Menschen wieder die Sonne spüren können.” 

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