Bei der Freiwilligen Feuerwehr ist kein Platz für Schaumschläger

Dauer

Freiwillige Feuerwehr und Selbstdarstellung: Das passt nicht zusammen, sagt Markus aus Gärtringen. Für ihn zählen ganz andere Dinge.

"Wer nur wegen der Selbstdarstellung bei der Feuerwehr ist - der geht bald unter."

Markus, 52, Feuerwehrkommandant

Markus hat lange Fußball gespielt und sich im Verein engagiert, parallel zur Feuerwehr. Aber irgendwann war die Feuerwehrarbeit für ihn motivierender: der Einsatz, die Freundschaften und auch die Vorbilder.

Seit der Kindheit voll dabei

Heute kommandiert Markus die Feuerwehr in Gärtringen und ist Vorsitzender im Kreisverband Böblingen. Angefangen hat er, wie viele, als Schüler: „Ich hatte einen Kumpel, dessen Vater war Feuerwehrmann. Also haben wir als Schüler angefangen, nachmittags auszuhelfen. Schläuche ausrollen, Pumpen testen. Dann habe ich eine Einladung zur Hauptversammlung bekommen, mein Auftragsgesuch ausgefüllt und damit war ich verpflichtet bei der Feuerwehr.“

„Man muss hier keine Freundschaften schließen, aber es passiert zwangsläufig wenn man so viele Stunden miteinander verbringt, bei Einsätzen, bei Übungen, bei der Ausbildung und den Ausflügen.“

Kampf mit der Bürokratie

Ein Nachwuchsproblem habe die Freiwillige Feuerwehr im Landkreis nicht, sagt Markus. Auch sein eigener Sohn habe jetzt mit 20 bei der Feuerwehr angefangen. Ganz freiwillig. Wie viele Ehrenämter leide aber auch die Freiwillige Feuerwehr unter der zunehmenden Bürokratie.

„Ich wünsche mir die notwendige Unterstützung seitens der Verwaltung und der Politik, damit unsere Arbeit erleichtert wird. Ich hoffe, dass aus dem Erfolgsmodell Freiwillige Feuerwehr kein Auslaufmodell wird.“