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Eigentlich vollkommen absurd: Da tut ein Fotograf alles, um bekannte Plätze menschenleer zu bekommen – und dann passiert es von alleine.

Dauer

„Meine Intension war, die Schönheit der Stadt und der Architektur zu zeigen, ohne Menschen und ohne Autos. So, wie man sie sonst nie sieht.“

Daniel, 41, Architekturfotograf aus Stuttgart

Auf die Idee gekommen ist Daniel vor 3 Jahren: „Als ich meine Heimatstadt Stuttgart porträtiert haben, dachte ich mir – `komm jetzt probierst du mal den Schlossplatz menschenleer zu bekommen`. Und so hat alles angefangen.“

Die Umsetzung gefiel Daniel so gut, dass er sich eine persönliche Challenge stellte:

„Es wurde für mich zu einer Herausforderung, solche Busiest-Places menschenleer zu bekommen.“

Damit Daniel aber ein Bild von einem Platz anfertigen kann, muss erstmals einiges an Planung getroffen werden.

„Die Vorbereitung auf das Projekt begann damit, Städte und Orte zu finden und dort die schönsten Plätze zu recherchieren. Dann ist es wichtig, vor Ort zu sein, wenn das Wetter gut ist und den besten Lichteinfall zu finden. Also Flug und Hotel buchen und es kann losgehen.“

Tausend Bilder von einem Ort

Daniel macht allerdings nicht nur ein Foto von jedem Ort: „Der Prozess vor Ort ist ein immenser Aufwand. Ich schieße tausende Bilder. Zu Hause werden dann alle gesichtet. Aus jedem Bild wird dann das perfekte kleine Puzzleteil herausgenommen und zu einem großen Ganzen zusammengesetzt.“

Bis Daniels Projekt durch die Corona-Krise gestoppt wurde, war er schon an vielen Orten, aber natürlich noch nicht überall:

Corona als historische Chance

„Vor der Krise bin ich von einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren ausgegangen bis das Projekt fertig ist. Jetzt steht es in den Sternen.“

Aufhalten lässt sich Daniel von dem Rückschlag aber nicht: „Ich seh die Krise jetzt einfach als historischen Zusatz und versuche diese geschichtliche Situation in mein Projekt mit einzubinden und es um diese Nuance zu erweitern.“

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