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Ioannis aus Stuttgart operiert Kinder mit Herzfehler. Aber er sieht sie nicht nur als Diagnose, die Gespräche mit Eltern und Patienten sind ihm genauso wichtig, wie die Behandlung.

Dauer

„Es war mir nicht hundertprozentig bewusst, was für eine emotionale Bindung mit den Patienten dieser Beruf mit sich bringt.“

Ioannis, 45, Chefarzt aus Stuttgart

Ioannis ist Chefarzt der Chirurgie angeborener Herzfehler/Kinderherzchirurgie in der Sana Herzchirurgie Stuttgart.

Er operiert im Zentrum für angeborene Herzfehler (ZAHF) Kinder aller Altersgruppen – vom Frühchen bis hin zu jungen Erwachsenen. Arzt wollte er schon von klein auf werden.

Traumberuf: Kinderarzt

Kinderarzt, um genau zu sein. „Aber das war nicht möglich damals. Deswegen habe ich jetzt eine Kombination gefunden, die mich glücklich macht.“

Begonnen hat Ioannis seine Karriere als Erwachsenenherzchirurg. Die Operationen zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheiden sich auf der operativen Ebene deutlich voneinander.

Erwachsene Patienten haben häufig dieselben erworbenen Herzfehler, während es sich bei Kindern meist um angeborene Fehlbildungen im Herzen handelt, die sehr unterschiedlich behandelt werden müssen.

Kleine Patienten: Kinder mit angeborenem Herzfehler

Und natürlich sind die Dimensionen um ein Vielfaches kleiner, wie Ioannis anmerkt: „40 Prozent unserer Patienten sind Kinder unter fünf Kilo.“

Sechs bis acht Operationen stehen pro Woche an. Aber einen Tag hält Ioannis sich bewusst für Patienten- und Elterngespräche frei. Es ist ihm sehr wichtig, die Nähe zu ihnen aufrecht zu erhalten. Auch, nachdem seine Patienten gesund nach Hause gehen können.

Patienten als Menschen sehen

„Meine einzige Bitte an die Eltern nach einer Operation ist es, uns eine Karte zu schreiben. Einfach, um zu sehen, wie es ihnen geht.“

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