Wie Imker Tobias die Bienen retten will

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Aita Koha
Verena Ecker
Verena Ecker (Foto: SWR)
Stefanie Molitor
Stefanie Molitor (Foto: SWR)

Seit 2015 ist Tobias Berufsimker in Stuttgart. Er sieht sich als Bienen-Botschafter und engagiert sich mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ für die Artenvielfalt. Dass die Biene „sein Thema“ ist – das war jedoch nicht immer klar.

„In der Stadt finden die Bienen mittlerweile mehr Nahrung als auf dem Land. Das ist erschreckend.“

Ursprünglich hat Tobias als Energie- und Anlagenelektroniker gearbeitet. Nach acht Jahren in der Automobilindustrie wagte er den Cut – denn sein Herz gehört den Bienen. „Auf einer Reise nach Südamerika habe ich diese Leidenschaft entdeckt. Sie hat mich einfach nicht mehr losgelassen und ich habe mich entschlossen, noch mal die Schulbank zu drücken und Landwirtschaft zu studieren.“ Seine Lieblingstiere: Bienen und Regenwürmer. „Von meinen Kommilitonen wurde ich ein bisschen beschmunzelt, weil es eigentlich immer um große Tiere, große Zunahmen, große Milchmengen ging. Aber mich hat schon immer mehr gereizt, was diese zwei kleinen Arten zu einer fruchtbaren und wertvollen Landwirtschaft beitragen.“

Imkern in der Stadt

Mittlerweile ist Tobias Berufsimker in Stuttgart und sieht sich dabei als Bienen-Botschafter, als Brückenbauer zwischen Tier und Mensch. „Das, was ich bei den Bienen erlebe, und die Beziehung, die ich dort spüre, gebe ich an andere Menschen weiter und versuche, sie auch für die Bienen zu begeistern. Aber ich möchte auch zeigen: Halt! Den Bienen geht es nicht gut. Und vielen anderen Arten auch nicht.“ Im Stadtgebiet Stuttgart hat er 70 Bienenvölker, einige davon auf Brachfläche vom Land Baden-Württemberg.

„Rettet die Bienen“

Tobias will aufklären, gibt Seminare und möchte sein Wissen über die Bienen weitergeben. Sein Traum: „Ich würde mir wünschen, dass die Menschen wieder eine Beziehung zu dem aufbauen, was sie täglich konsumieren. Viele wissen zum Beispiel gar nicht, wie Honig eigentlich entsteht. Die Herausforderung unserer Generation ist es, das wieder zusammenzukriegen. Es ist unsere Lebensgrundlage.“

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