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Beim Roller Derby heißt Désireé aus Herrenberg 'Dee van Hinten'. Ihre Nummer: 71. Ihr Job: Punkte einsammeln für die Stuttgarter Rollergirls.

"Ich sitze im Prinzip den ganzen Tag im Büro und da ist dieser Sport genau das Richtige, um auch mal Dampf abzulassen. Ich kann super dabei abschalten.“

Désirée, Industriekauffrau und Ernährungsberaterin, aus Herrenberg

Künstlername 'Dee van Hinten'

In Europa, insbesondere Deutschland, ist Roller Derby eine junge Sportart. Trotzdem spielen die Stuttgarter Rollergirls schon seit vier Jahren in der Bundesliga. Désirées Spielername 'Dee van Hinten' ist für die Sportart nicht ungewöhnlich. Jeder tritt mit einer Art Künstlername an.

Leidenschaft Rollerderby

„Ich habe mir tatsächlich schon mal überlegt, was ich denn mache, wenn ich mal kein Roller Derby mehr spiele – im Moment könnte ich mir einfach nix anderes vorstellen, was mir das Gleiche gibt.“

Hightec Rollschuhe

Wer es probieren will – eine komplette Erstausrüstung kostet so um die 500 bis 600 Euro. „Je länger ich den Sport betreibe, desto höher werden die eigenen Ansprüche an das Equipment, vor allem an die Skates. Aktuell fahre ich mein zweites Paar – die waren dann schon deutlich teurer. Der Schuh ist, ähnlich wie beim Skistiefel, erhitzbar und passt sich so optimal dem Fuß an. Es ist also wie mit jedem Hobby – man hat nach oben allen Spielraum.“

Junge Sportart

Der Sport ist in Europa, insbesondere Deutschland, noch sehr jung. „Ich bin 2017 in die USA gereist und hatte meine Skates am Handgepäck befestigt. Bei der Einreise fragte mich der Beamte gleich, ob ich ein Rollergirl sei und wo ich denn herkomme. Allein, dass er sofort auf Roller Derby geschlossen hat, fand ich schon sehr amüsant. Hier passiert einem das immer noch eher selten. Und er bat mich noch, ob er ein Beweisfoto machen könnte für die anderen Rollergirls. Das war also meine erste Begegnung in den USA – das Land, in dem mein Lieblingssport geboren wurde.“

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