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Jahrelang für die Modebranche in Süddeutschland unterwegs, wollte Roman aus Stuttgart endlich „sesshaft" werden. So kam er zu seinem Kiosk, einem Treffpunkt für Jung und Alt.

Dauer

„Mein Traum ist es einfach, Menschen zusammenzubringen."

Roman, 41, Kioskbetreiber

Eigentlich hatte Roman an eine kleine Bar gedacht. Doch dann wurde es der Kiosk „Olga 120". Mitgebracht hat er seine humorvolle Art und seine Liebe zur Gastronomie. „Im Sommer hab‘ ich draußen 'ne Tafel aufgebaut, und da waren wir dann sicher so 20 Leute, und die hab‘ ich mit drei Gängen bekocht – es gab eine tolle Suppe, Tafelspitz mit Sauerkraut und ein Mangodessert – und alle waren glücklich!”

Miteinander reden

Nicht verstehen kann er, wenn sich Menschen wegen Kleinigkeiten in die Wolle kriegen. „Gleich an der Ampel, da gab's fast eine Schlägerei, weil einer nicht schnell genug losgefahren ist. Da musste ich dann hin und die erstmal fragen, ob sie noch ganz sauber sind.” Kommunikation geht ihm über alles, und zwar über alle Alters- und sonstigen Grenzen hinweg.

„Dass sich Menschen wegen eines Glaubens ernsthaft bekriegen – das will mir einfach nicht in den Kopf. Warum darf nicht jeder nach seiner eigenen Fasson glücklich werden? Wir sollten uns alle in ein wenig mehr Nächstenliebe üben.”

Und die praktiziert er schon bei den ganz kleinen seiner „Gäste", wie er sie lieber nennt. „Da wohnt gegenüber der kleine Alex, der ist zwei Jahre alt und lernt gerade, in seinem eigenen Bettchen zu schlafen. Und jedes Mal wenn's geklappt hat, kommt er morgens mit seiner Mama angesaust – und dann gibt's natürlich einen Lolli geschenkt. Und jeden Abend steht er am Fenster und winkt: 'Gute Nacht Roman, gute Nacht Kiosk'.”

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