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Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind? Nicht für Lisa! Sie ist überzeugte Fahrradfahrerin und hat sich gegen ein eigenes Auto entschieden, obwohl sie ein kleines Kind hat, das erst 22 Monate alt ist.

"Ich wünsche mir, dass mein Sohn sich die Welt und das Leben mit dem Fahrrad erobern kann."

Lisa, 36, aus Stuttgart

Für eine bessere Zukunft

"Wenn ich ihm das ermöglichen kann, wie es in meiner eigenen Kindheit war, dann hätte ich echt was geschafft."

Wenn das Auto zu 99 Prozent rumsteht

"Irgendwie habe ich gemerkt, dass es eher anstrengend ist als Freude bringt. Es springt morgens nicht an, man muss Steuern zahlen, man braucht einen Parkplatz. Im Schnitt stand unser Auto eigentlich 23,95 Stunden am Tag rum."

Auto weg, Geld da

Also schaffen Lisa und ihr Freund das eigene Auto kurzerhand ab. "Das Geld, das wir monatlich sparen, legen wir auf ein virtuelles Mobilitätskonto – und können so im Monat circa 200 Euro für Carsharing und Bahntickets ausgeben."

Taxifahren, wenns drauf ankommt

Als Lisa ihren Sohn bekommt, ändert sich auch ihr Blick aufs Fahrradfahren: "Was macht man, wenn das Kind plötzlich krank ist und in die Klinik muss? Wir hatten tatsächlich diesen Moment, dass wir als junge Eltern panisch etwas abklären lassen wollten. Am Ende haben wir dann einfach ein Taxi gerufen und waren acht Minuten später in der Klinik – schneller, als wir das jemals mit einem eigenen Auto geschafft hätten."

Rücksicht auf Schwächere

"Welches Recht nimmt sich jemand heraus, mehr öffentlichen Raum in Anspruch zu nehmen, nur weil er zwei Tonnen Blech um sich karrt? Oder mir den Weg abzuschneiden? Oder sauer zu sein, weil ich ihm als Fahrradfahrerin irgendwie Unbehagen bereite?"

Lisa ist täglich bei Wind und Wetter mit dem Rad unterwegs, aber so richtig fahrradfreundlich findet sie Stuttgart noch nicht. Für die Zukunft wünscht sie sich mehr Rücksichtnahme gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern auf zwei Rädern.

„Wir haben eine asymmetrische Machtverteilung."

"Wenn wir als Fahrradfahrer Rücksicht nehmen, kommt der Mensch im Auto vielleicht zwei Minuten früher ans Ziel. Wenn ein Autofahrer Rücksicht nimmt, kommen wir mit dem Leben davon.“

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