Warum Sozialarbeiter Baykar in seinem Leben doppelt so hart kämpfen musste

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Wer einen Migrationshintergrund hat und aus einer sozial schwächeren Familie kommt, wird benachteiligt, sagt Sozialarbeiter Baykar aus Stuttgart. Das erlebt er tagtäglich.

„Natürlich gibt es die Unterschiede, wie ich heiße, wie ich aussehe.“

„Allerdings ist es mir unglaublich wichtig in meiner Arbeit, dass ich den Jugendlichen vermittele, dass sie das bitte nicht als Vorwand verwenden sollen.“ Der Großteil der Jugendlichen, mit denen der Sozialarbeiter arbeitet, kommt aus sozial schwächeren Familien und hat einen Migrationshintergrund. Baykar versucht, ihnen zu helfen, gibt ihnen Ratschläge und besucht sie als Streetworker da, wo sie unterwegs sind.


„Es muss immer einen Menschen geben, der an dich glaubt. Der dir sagt, dass du alles hinkriegst, dass du alles schaffst, was du möchtest.“

Baykar spricht aus eigener Erfahrung und hatte das Glück, dass es so einen Menschen in seinem Leben gab. Der ihm geholfen hat, als er selbst Mist gebaut hat. „Für mich ist es unglaublich wichtig, das auch an meine Jugendlichen weiterzugeben.“

Steiniger Weg


Denn auch Baykars eigener Weg war steinig, aber er hat es geschafft. „Es gibt viele, dir mir den Job wahrscheinlich nicht gönnen. Eine Zeit lang war ich auf der schiefen Bahn, habe viel Mist gebaut, habe kein Abitur, kein Studium, bin aber trotzdem da, wo ich jetzt stehe und für viele ist das natürlich sehr fragwürdig.“

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