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Alex Müller (Foto: SWR)
Verena Ecker (Foto: SWR)

Sie ist mal Freundin, mal Therapeutin oder Seelentrösterin. Ela aus Stuttgart hat einen eigenen Salon und sagt: Friseurin zu sein ist mehr, als nur Haare schneiden.

„Man ist manchmal Freundin, manchmal Therapeutin. Es kommt schon vor, dass ein Kunde im Stuhl sitzt und weint.“

Ela, 30, Friseurin

Ela (@kleine.freuden.friseurstudio) ist Friseurin aus Leidenschaft. Dabei hätte sie ihren Beruf beinahe schon mal aufgegeben, denn nach ihrer Ausbildung war sie als Angestellte in einem großen Salon sehr unglücklich. Zu wenig Gestaltungsmöglichkeiten, zu wenig Möglichkeiten, ihre Kreativität auszuleben. Jetzt hat es endlich mit der Selbstständigkeit geklappt und Ela hat wieder richtig Spaß an ihrer Arbeit:

„Ich kann da für mich ganz arg viel rausziehen. Wenn man viele verschiedene Menschen mit verschiedenen Berufen kennenlernt, das ist total interessant.“

Ela freut sich immer, wenn ein Kunde in den Laden kommt, den sie schon lange kennt: "Ich halte Kontakt mit ganz vielen Leuten, die ich bestimmt längst aus den Augen verloren hätte, wenn sie nicht regelmäßig zum Haare schneiden kommen würden. Das finde ich auch total schön.“

Mehr als nur Haare schneiden

Frisieren ist für Ela der eine Teil ihres Jobs, das Reden der andere: „Man hört wirklich alles. Viele regen sich über Gott und die Welt auf, die können sich bei dir mal auslassen. Aber es gibt auch schöne Geschichten, zum Beispiel, wenn deine Stammkundin kommt und erzählt, dass sie jetzt Oma geworden ist und dir Bilder von dem Kleinen zeigt."

An Herausforderungen wachsen

Natürlich gebe es auch unangenehme Menschen, sagt Ela: "Ganz am Anfang, als ich gerade ausgelernt hatte, da bin ich sogar mal in den Pausenraum und hab geheult, weil der Kunde so unverschämt zu mir war. Aber je älter du wirst, desto leichter wird’s, damit umzugehen.“

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