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Der Hamburger Joja Wendt ist ein begnadeter Jazz-Pianist. Er musiziert seit seiner Jugend und wird Jahre später von Joe Cocker entdeckt. Aber Joja kennt nicht nur die weite Welt, sondern auch Sigmaringen auf der schwäbischen Alb... Vor allem weiß er, wie sie klingt!

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Der Baden-Württemberger ist eher ein gebildeter Bürger. Der kennt sich aus mit Musik, der ist interessiert, der ist offen. Das hilft bei meinem Job.

Joja, 54, Jazzpianist

Das Publikum als Gesprächspartner, das ist Joja Wendt sehr wichtig. Sein erklärtes Ziel ist, die Hemmschwelle vor dem Besuch eines „Klavierkonzerts“ herabzusetzen. Deswegen ist einer der wichtigsten Bestandteile seiner Konzerte die Interaktion mit dem Publikum.

„Leute, die interessiert sind an dem, was ich mache, die ein bisschen was wissen und verstehen, die sind für mich die besseren Gesprächspartner – auch von der Bühne runter.“

Joe Cocker gab Starthilfe für die Musikkarriere

Mit gerade mal mit vier Jahren entdeckte der gebürtige Hamburger das Klavier – und dass man darauf ganz hervorragend improvisieren kann. So richtig begann seine Musikerkarriere, als er anfing, regelmäßig in der Hamburger Musikkneipe „Sperl“ aufzutreten. Hier entdeckte ihn Joe Cocker.

Joja studierte – ganz klassisch – Klavier am Konservatorium in Hilversum und in der "Manhattan School of Music" in New York. Es folgten mehrere Alben, Kollaborationen mit namhaften Musikern und unzählige Auftritte, weltweit.

Heimat für unterwegs

Ein bisschen Zuhause schafft sich Joja unterwegs… mit einer Tasse. „Tatsächlich habe ich gerade meine Lieblingsteetasse etabliert. Die habe ich mitgebracht vom heiligen Berg Athos in Griechenland. Und daraus trinke ich meinen Tee. Das ist so ein Stück Heimat unterwegs.“ Musikalisch ist er fast überall zuhause.

„Aufgewachsen bin ich mit klassischer Musik. Meine eigentliche musikalische Heimat ist aber die frühe Jazzmusik, die ich als Teenager für mich entdeckt und geliebt habe.“

Familie auf der Alb

Zu Baden-Württemberg hat das Nordlicht eine besondere Beziehung: „Ich habe Familie in Baden-Württemberg, auf der schwäbischen Alb, in Sigmaringen. Wir haben große Familienfeste gefeiert. Ich bin sehr vertraut mit den Leuten: Einer meiner ältesten Freunde lebt und arbeitet hier.“

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