„Ich bin schon zu 50% Deutsch“

Dauer

Kochabende mit Freunden inspirierten Pim aus Thailand zu einem ganzen Geschäftsmodell.

„Zu 50 Prozent Deutsch heißt, dass ich mittlerweile Pünktlichkeit sehr wichtig finde. Und Ordnung. Und wenn ich zu Hause in Thailand bin, habe ich ein richtig schlechtes Gewissen, wenn der Müll nicht getrennt wird.“

Pim, 27, Unternehmerin

Pim kam vor sechs Jahren aus Bangkok nach Stuttgart, um an der Hochschule der Medien zu studieren. Eigentlich wollte sie in die Werbebranche. Aber dann kamen ihr viele Kochabende mit Freundinnen dazwischen.

„So viele von meinen Freundinnen wollten unbedingt lernen, richtig thailändisch zu kochen. Die waren total begeistert, dass es gar nicht so schwierig ist und wollten immer mehr lernen.“

Auf dem Land bekommt man kaum thailändische Zutaten

Von da war es nur noch ein kleiner Schritt in die Selbstständigkeit: „Wichtig sind vor allem auch die richtigen Zutaten und die kriegt man hier in Deutschland nicht immer überall – schon gar nicht, wenn man weiter draußen wohnt.“

So entstand Pims Geschäftsidee: Eine Box mit Grundzutaten für thailändisches Essen (@konkrua.thai.kochbox). Allerdings musste sie erst noch die Ausländerbehörde von ihrer Idee überzeugen, um überhaupt eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Dazu kamen noch die vielen strengen Auflagen, die den Verkauf von Lebensmitteln in Deutschland regulieren. Vor einem Jahr hatte Pim dann alle Hürden genommen – und konnte ihr Geschäft an den Start bringen.

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