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Elif, Paul und Richard haben den Verein Adapter e.V. gegründet und kümmern sich mit weiteren 12 Mitgliedern ehrenamtlich um gemeinschaftlichen und bezahlbaren Wohnraum in Stuttgart.

„Du kämpfst mit 100 Leuten um eine überteuerte Wohnung. Die ist dann gerade mal so okay und wenn du Pech hast, darfst du nicht einmal einen Nagel in die Wand schlagen.“

Elif, 25, Richard, 29, Paul, 27, gemeinnütziger Verein Adapter e.V.

„So wohnt man doch nicht!“

„Man ist unzufrieden und denkt sich: Wo gibt es neue Möglichkeiten? Davon sind wir auch persönlich betroffen, und wir fragen uns: ‚Wie wollen wir wohnen?‘ Deshalb suchen wir Räume, die leer stehen und wollen darin neues Wohnen ausprobieren.“

Elif, Richard und Paul schauen nicht nur dabei zu, wie Wohnraum in Städten immer teurer wird. Sie und zwei weitere Freunde wollen aktiv die Zukunft mitgestalten und gründen den Verein ‚Adapter e.V.‘. Sie sind alle Stadtplaner*innen und Architekt*innen und setzen sich ehrenamtlich für gemeinschaftlichen Wohnraum ein. „Wenn sich alle abkapseln in ihre Blasen, ist ein gesellschaftlicher Zusammenhalt immer mehr gefährdet. Wie gut kennt man die Nachbarn, was ist draußen auf der Straße los - darum geht’s!“

Für neue Wohnarten braucht es auch neue Räume

‚Adapter‘ haben bereits als Projekt eine leere Ladenfläche bezogen und dadurch erforscht, wie es dort wohnlich werden kann. Ebenso haben sie mit Anwohnern der Neckarstraße in Stuttgart zusammen überlegt, wie ein leerstehendes Gebrauchtwagenhaus für eine Gemeinschaft bewohnbar gemacht werden kann. „Wenn man etwas verändern will, braucht man neue Räume. Und da sind Gewerbeflächen, die frei sind und großflächig, natürlich die richtigen Objekte.“ Mittlerweile zählt der Verein 15 ehrenamtliche Mitglieder und möchte Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen:

„Unsere Vision ist es, in ein bis drei Jahren einen Leerstand wirklich bewohnbar zu machen, nicht nur temporär.“

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