Von der Erzieherin zum Porno- und Webcam-Girl

Sieben Jahre hat sie in einer Kita als Erzieherin gearbeitet. Jetzt dreht sie seit gut einem Jahr als „Nora Devot“ Amateur-Pornos und strippt vor der Webcam. Nora hat uns Einblicke in ihre Arbeit gegeben.

„Das Klischeedenken ist, dass mir nur dicke, schwitzige, alte Männer über die Webcam zuschauen. Es ist aber wirklich jedes Alter und jede Gesellschaftsschicht unter meinen Usern dabei.“

Nora, 27, Amateurpornodarstellerin und Webcam-Girl

Neues Leben in der Erotikwelt

Nora wohnt auf dem Dorf. Ihren genauen Wohnort möchte sie geheim halten, da sie in der Erotik-Branche innerhalb eines Jahres bereits eine gewisse Prominenz erreicht hat.

„Als ich das erste Mal in der Webcam war, war ich sehr aufgeregt.“

„Ich wusste gar nicht, was mich erwartet. Die Nervosität war aber schnell verflogen, weil die User sehr nett zu mir waren. Ich hatte damals noch ein Top und kurze Hosen an. Mir hat es aber auf Anhieb Spaß gemacht und ich habe immer mehr ausprobiert.“ Auf der Erotikplattform hat sie sich mittlerweile eine richtige Fanbase erarbeitet. Es gibt User, die ständig mit ihr ständig in Kontakt sein möchten. – Alles gegen Bezahlung. Geld ist aber nicht der einzige Lohn an Noras ungewöhnlichem Job. Mit einem Lächeln auf den Lippen und glänzenden Augen erinnert sie sich: „Als ich mal zwei Wochen im Urlaub war und dann wieder online ging, bekam ich ganz viele Nachrichten. Die User haben sich richtig lieb gefreut, dass ich wieder zurück bin. Sie wollten dann erst mal wissen, wie mein Urlaub war. Das ist wirklich schön.“

„Mich haben schon viele meiner User gefragt: ‚Was ist, wenn ich dich mal sehe? Darf ich dich dann ansprechen?‘ Dann sage ich immer: ‚Es kommt darauf an, wie du es machst.‘ Wenn jemand lieb nach einem Foto fragt – gerne! Plumpe Anmachsprüche gehen aber nicht.“

'Nora Devot' stellt sich euren Fragen in der Instagram-Story

Freunde und Familie

Freunde oder Menschen aus Noras privatem Umfeld sind bisher noch nicht in einer ihrer Webcam-Sessions aufgetaucht. Angst vor einem Aufeinandertreffen hat sie nicht. „Als ich den Schritt in die Erotikbranche ging, bin ich ganz offen auf meinen engen Freundeskreis zugegangen.“

Sie haben das alles durchweg sehr positiv aufgenommen und hatten ganz viele Fragen.“

Noras erstes Jahr als selbstständiges Camgirl wertet sie als erfolgreich. Sie verdient deutlich mehr, als in ihrem alten Job als Erzieherin. „Es ist aber wirklich schwierig, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Es kommen auch ständig neue Amateurinnen dazu. Man muss immer schauen, dass man sich ein bisschen von der Masse abhebt. Die Leute brauche immer abgefahrenere Sachen. Man muss sich immer neue Nischen suchen.“

Plan B

Nora hat sich aber ganz klare, sexuelle Grenzen gesetzt und hat auch notfalls einen Plan B in der Hinterhand: „Es läuft gerade richtig gut aber man weiß ja nie, was in der Zukunft passiert. Ich hätte immer noch einen gelernten Beruf, in den ich notfalls wieder zurückkönnte.“