Fabian kocht auf Sterneniveau, sein Lieblingsessen gibt's bei Oma

Dauer

Fabian hat mit seiner Crew für den Zauberlehrling in Stuttgart einen Michelinstern erkocht. Die Ideen für seine Gerichte sammelt Fabian auf der ganzen Welt, sein Lieblingsessen ist aber typisch schwäbisch.

„Ich bin früher nicht naschend unterm Esstisch der Oma gesessen und habe auch nicht mit vier Jahren schon gewusst, dass ich mal Koch werde."

Fabian, 31, Küchenchef aus Stuttgart

„Die Liebe zum Kochen habe ich erst entdeckt, als ich meinen Zivildienst abgeleistet habe. Damals habe ich für Jugendliche gekocht und sehr gutes Feedback bekommen. Das hat mich so motiviert, dass ich anschließend eine dreijährige Kochausbildung am Bodensee absolviert habe. Danach bin ich quer durch Deutschland gereist und habe in verschiedenen Sterneküchen gearbeitet.“

Zurück in der Heimat

Mittlerweile ist Fabian wieder in Stuttgart angekommen. Im elterlichen Betrieb arbeitet er seit zweieinhalb Jahren als Küchenchef. Im Februar 2019 wurde das Restaurant mit dem begehrten Michelin-Stern ausgezeichnet. „Das ist unter uns Köchen die Champions League. Da wollte ich immer hin. Unterm Strich ist aber die Zufriedenheit der Gäste das Wichtigste. Ich versuche, sie immer wieder zu überraschen.

Inspiration in der Fremde

Deshalb verbringe ich meinen kompletten Jahresurlaub in einem fremden Land. Dort hole ich mir die Inspiration und lasse dann meine kulinarischen Reiseerlebnisse ins Menü einfließen.“ In den letzten Jahren ist Fabian nach Japan, Peru, Mexiko und Südafrika gereist. Sein absolutes Lieblingsessen findet er aber in seiner Heimat.

„Das Beste, das ich je gegessen habe? Nach wie vor der Kartoffelsalat meiner Oma. An den kommt nichts ran!“

Fabian wünscht sich, dass sich mehr Leute trauen, in sein Sternerestaurant zu kommen. Auch wenn ein Besuch nicht gerade günstig ist. Ein „Magic Candle Light Dinner“ mit kleiner Zaubershow kostet zirka 120 Euro. „Mein Essen kann ich nicht für einen Zehner verkaufen. Da steckt so viel Herzblut, Liebe und vor allem Arbeit drin, dass es eben einen gewissen Preis kosten muss.“