Schamanin Judith reinigt Wohnungen - aber ganz anders als Du

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Judith ist eigentlich eine ganz normale Frau und doch ganz anders. Sie bezeichnet sich selbst als Schamanin. Sie reist in Trance in andere Welten, um anderen Menschen bei ihren Problemen zu helfen - und sie räuchert Wohnungen aus.

„Ich sitze nicht da und weine mit, sondern ich bin der Fels in der Brandung, der sagt: ‚Du schaffst das!‘"

Judith, 39, Schamanin aus Schorndorf

„Es kann sein, dass jemand zu mir kommt und weinend vor mir sitzt. Es ist wichtig, dass manche Sachen über Tränen rausgetragen werden. Ich musste aber lernen, nicht mitzuleiden. Ich musste lernen, zuzuschauen.“

Judith nennt sich selbst Schamanin. Sie bietet Menschen in familiären, beruflichen, oder körperlichen Krisen ihre Hilfe an. Sie räuchert auch Häuser oder Wohnungen ein, um so, wie sie selbst sagt „schlechte Energien in Rauch aufzulösen und die Orte energetisch zu reinigen.“

Wie Judith eine Wohnung ausräuchert

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Schamanen früher

„Schamanen gibt es schon immer. Weltweit. Früher gab es immer in einer Sippe oder Gemeinschaft einen Schamanen, der geguckt hat, ob es allen gut geht, wo man das nächste Tier fangen kann oder ob Gefahr droht, angegriffen zu werden.“

Judiths Weg

“Ich selbst habe früher in einem Fitnessstudio gearbeitet - von früh bis spät, auch am Wochenende - und war irgendwann so kaputt, dass ich von allein nicht mehr rausgekommen bin. Ich hatte einfach keine Energie mehr. Ein Arzt würde sagen: Burnout. In dem Moment habe ich gespürt: Da ist mehr. Ich konnte das nicht einordnen, ich war komplett überfordert. Dann war ich selbst bei einer Schamanin auf einem Seminar. Ich musste meine Vergangenheit und mein Gefühlschaos aufarbeiten.

Das zu beschreiben, was mit mir los ist, war mir damals nicht möglich. Das konnte ich erst Schritt für Schritt auspacken.

Die Schorndorfer und der Schamanismus

Die Schorndorfer reagieren ganz positiv auf mich, aber es gibt auch die anderen, die damit nichts anfangen können. Aber das ist in Ordnung, jeder darf seinen Weg gehen. Ich sag ja nicht, dass mein Weg ist der einzige ist, der funktioniert.“