Sara will Kunst sexy machen, um damit mehr Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern

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Kunst an die Leute bringen – das hat sich die Kunstlehrerin und -vermittlerin Sara aus Stuttgart auf die Fahne geschrieben. Um Menschen dafür zu begeistern, greift sie zu unkonventionellen Methoden.

„Mir macht es Spaß, Grenzen zu überschreiten und auch ein bisschen Systeme in Frage zu stellen oder auszureizen.“

Sara, 35, Kunstvermittlerin und Kunstlehrerin

Begeisterung wecken

Früher hat sie sich einfach für alles interessiert – wegen ihrer Kunstlehrerin ist Sara aber nach dem Abitur an der Stuttgarter Kunstakademie gelandet. Mit unkonventionellen Führungen, Workshops und Kunstgesprächen möchte sie seit ihrem Kunststudium verschiedene Menschen für Kunst und Kultur begeistern. Sowohl Kindern als auch Erwachsenen, Kunstkennern und Neulingen versucht Sara, Kunst näherzubringen.

Kunst anders erleben

„Ich mag es selbst nicht, wenn mir Dinge erklärt werden, weil ich dann oft das Gefühl habe, dass die Leute denken, ich wäre doof“ – aus diesem Grund erzählt Sara nicht nur Fakten und Jahreszahlen, die in Zeiten von Internet und Smartphone jeder selbst im Museum recherchieren könne. Für sie sei es eine erfolgreiche Führung, wenn auch sie danach neue Erkenntnisse habe, weil sich ein Gespräch mit den Kunstinteressierten entwickelt und sie vielleicht auch Fragen stellen, die sie nicht sofort beantworten könne. Sara hat schon verschiedene Zugänge zur Kunst ausprobiert: zum Beispiel über Musik oder indem sie am Theater „keine Einführung“ gibt – sie selbst hat das Theaterstück auch nicht gesehen, kennt nur den Titel und bespricht mit den Gästen, was sie wohl erwarten wird.

Mehr Mut im Kunstgewerbe

Von den Museen und Institutionen fordert Sara mehr Mut und dass auch Menschen außerhalb des Kunstbetriebs angesprochen werden:

„Ich finde, dass die Kunst echt mal von ihrem hohen Ross runter muss.“

Bald veranstaltet Sara einen eigenen Salon, in dessen Rahmen sie sich nicht nur mit geladenen Gästen über Kunst unterhält, sondern an ungewöhnlichen Orten einen ungezwungenen Austausch unter allen Teilnehmern ermöglichen möchte. So hofft sie, noch mehr Menschen zu erreichen und für Kunst zu begeistern.