Sandra hat ein Wunder erlebt

Dauer

Sandra aus Stuttgart wollte ein Baby. Doch nach der Hormonbehandlung hat sie Krebs. Die Chemotherapie ist hart. Und dann hat sie plötzlich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand.

„Als meine Haare anfingen, auszufallen, sind mein Freund und ich zum Friseur. Er musste sie mir abrasieren, das habe ich mir gewünscht.“

Sandra, 29, Erzieherin

Sandra und ihr Freund wollten unbedingt Kinder. Doch es klappte nicht, also fing Sandra eine Hormonbehandlung an. Leider musste sie nach der Behandlung operiert werden – und plötzlich kam ein Anruf aus der Klinik. „Wir sind hingefahren und die Ärztin fing auch gleich an mit: Krebs. Ich habe von dem Moment an gar nichts mehr mitgekriegt – ich war wie in so einer Luftblase. Es war gut, dass mein Freund dabei war und auch Fragen gestellt hat. Danach sind wir Frustshoppen gegangen und haben jede Menge Geld ausgegeben, einfach um runterzukommen.“

Harte Chemo

Sandra bekam eine harte Chemotherapie - eine, die eigentlich nur Männer mit Hodenkrebs bekommen. Sie muss zwei Therapie-Zyklen durchstehen. Eine sehr harte Zeit.

„Ich habe das nur durch meinen Freund überstanden, weil der so wahnsinnig stark war. Es war so eine beschissene Zeit, um krank zu sein, aber er hat mich jeden Tag vor der Arbeit im Krankenhaus besucht und ist dann noch mit unserem Hund gegangen. Ich hätte manchmal am liebsten alles abgebrochen, aber dann dachte ich: Wenn er so stark ist, dann muss ich das durchziehen, für ihn.“

Neues Leben

Und dann das Wunder: Ein halbes Jahr später ist Sandra schwanger. Und dem Baby geht es gut: „Wir sind jetzt eine Familie“, sagt Sandra. Sie freue sich einfach nur noch auf ihr Baby. Der Gedanke an die Geburt macht sie nicht unruhig: „Das letzte Jahr war so schlimm. Ich habe keine Angst.“