Wie Tomte über Nacht zum Internetstar wurde

Dauer

Mischlingshund Tomte begeistert das Netz, denn sein Frauchen, die Liedermacherin Bea Bacher aus Stuttgart, hat ihm ein Lied gewidmet. Ein Lied über die bedingungslose Liebe.

„Tomte ist meine große Liebe. Er ist immer da.“

Bea, 32, Liedermacherin aus Stuttgart-Wangen

„Ich finde nicht, dass ich Tomtes Besitzerin bin. Ich mag das Wort Besitz mit Hunden nicht. Wir wohnen zusammen. Wir haben uns irgendwann mal zusammengetan. Wir sind Mitbewohner.“ Und das sind Bea und Tomte seit mittlerweile sechs Jahren. Sie bekam ihn über eine Tierschutzorganisation, als sie noch in Reutlingen Sonderpädagogik studierte: „Ich wollte schon ewig einen Hund. Wir hatten immer nur Katzen zuhause. Ich habe ganz lange hin und her überlegt, ob das geht, im Studium einen Hund zu haben.“ Bea hat sich dafür entschieden – und wurde belohnt.

Bea Bacher ist eine Liedermacherin aus Stuttgart (Foto: SWR)

„Wir hatten von Anfang an voll den guten Draht zueinander.“

„Ich weiß noch, dass ich aufs Klo gegangen bin und plötzlich hat es vor der Tür 'platsch' gemacht. Er hat sich hingelegt und mich vor der Tür bewacht. Und da habe ich gedacht: 'Okay, jetzt fängt er an mich zu mögen.' Er ist mir seitdem immer hinterhergelaufen und hat alles mit mir gemacht.“ Damals hat Bea in einer großen WG in Reutlingen gewohnt. Mit Hund war das nicht immer einfach: „Ein Mitbewohner war gerade frisch eingezogen in unsere WG. Und Tomte hat ja keine Hemmungen. Dem ist ja nichts peinlich. Er hat einfach in sein Zimmer gekotzt. Dann hat mein Mitbewohner gerufen: 'Bea, dein Hund hat in mein Zimmer gekotzt.' Er war nicht besonders begeistert. Ich bin rüber und musste mega lachen, weil ich das so witzig fand. Das ist eigentlich total unverschämt. Wie kann der Hund einfach in sein Zimmer kotzen? Aber es ist ihm halt egal, es ist halt ein Hund. Ich habe es weggemacht und mir gedacht: 'Ey, das ist ja nicht nur Tomte, das sind ja irgendwie alle Hunde.' Die machen mega die peinlichen Sachen – und trotzdem liebt man sie halt total. Und es gibt noch kein Lied darüber.“

Bea nimmt die Situation zum Anlass, ein Lied über ihren Hund zu schreiben. Musik macht sie schon, seitdem sie sechs Jahre alt ist. Erst Klavier, mit 24 fängt sie mit dem Gitarre spielen an. „Ich will mit dem Lied sagen, ich liebe meinen Hund über alles. Aber ich wollte auch komplett ehrlich sein über unser Verhältnis. Unverblümt einfach mal alles sagen, wie es ist. Das Lied ist ein Liebeslied an meinen Hund. Auf eine ehrliche Art und Weise.“