Zwischen Tabak und Tragödie: Kioskbesitzer Mustafa

Dauer

20 Jahre – und er hört noch nicht auf: Mustafa hat an seinem Kiosk am Stuttgarter Ostendplatz viel gesehen. Ein Einblick in sein Leben auf engstem Raum.

„Mein Vater hat mich damals gewarnt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“

Mustafa, 67, Kioskbetreiber aus Stuttgart

Haußmannstraße, Ostendplatz – „Seit 1973 lebe ich in Deutschland. Ursprünglich komme ich aus Jugoslawien. Freunde haben mir damals gesagt: ‚In Deutschland kannst du viel Geld verdienen, dort geht es allen gut.‘ Dann habe ich mir gesagt: Dann gehe ich auch! Mein Vater war damals schon in Deutschland und hat mich gewarnt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Und auch ich habe schnell gemerkt, dass ich in Deutschland hart arbeiten muss. Ich habe dann Autobahnen betoniert und mich langsam hochgearbeitet. Seit 1998 betreibe ich diesen Kiosk am Ostendplatz.“

Mustafa in seinem Kiosk am Ostendplatz (Foto: SWR)

„Die Arbeit hier ist manchmal wirklich hart. Vor allem morgens in der Kälte.“

„Ich bin eigentlich schon in Rente aber meine Frau muss noch eineinhalb Jahre arbeiten. Wegen ihr betreibe ich diesen Kiosk weiter, bis sie auch in Rente ist. Dann bin ich hier raus… Außer sie will doch noch weitermachen. Sie hat die Hosen an.“